it-sa: IT-Sicherheit ist zentrales Thema

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Quelle: Eigenbericht
Veröffentlicht von It-sa Benefiz am 6. Oktober 2015.

Nürnberg, 06.10.2015. Die Arbeiten an einer Rechtsverordnung zum IT-Sicherheitsgesetz sind in vollem Gange. Dies teilte BMI-Staatssekretär Klaus Vitt am Dienstag Vormittag anlässlich der Eröffnung der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg  mit: Bis Ende 2016 sollen die Verfahren für die Kritischen Infrastrukturen  in den Bereichen Energie, Ernährung und Wasser und IKT geregelt sein. Die restlichen KRITIS Bereiche Transport und Verkehr, Gesundheit, Finanzen und Medien sollen folgen, so dass bis Ende 2018 Standards und Meldepflichten in allen Sektoren etabliert sein werden.

Vitt, gerade den 4. Arbeitstag im Amt (SecuPedia Aktuell vom 01.10.2015:Staatssekretär Klaus Vitt neu im BMI), betonte die existenzielle Wichtigkeit des Messethemas IT-Sicherheit: "Sicherheit ist das zentrale Querschnittsthema der digitalen Agenda" und "Die Gewährleistung von IT-Sicherheit ist Teil der Daseinsvorsorge und ein wichtiger Standortfaktor". Noch aber treffe "digitale Verwundbarkeit auf digitale Sorglosigkeit".

Zuvor hatten Messegeschäftsführer Dr. Roland Fleck, BITKOM Präsidiumsmitglied Winfried Holz (CEO Atos Deutschland) und BSI Präsident Michael Hange den hohen Rang der IT-Sicherheit und die Wichtigkeit der einschlägigen Messe hervorgehoben und auch den wirtschaftlichen Aspekt herausgestellt: "Die it-sa ist das Schaufenster für die Stärken der deutschen IT-Sicherheitsindustrie" (Hange). "IT-Sicherheit ist eine zentrale Managementaufgabe. Ziel ist die vom BITKOM definierte und angestrebte 'Digitale Souveränität'" (Holz). "Es ist beängstigend, dass bei den Firmen unter 50 Mitarbeitern nur jede dritte ein Sicherheitskonzept hat" (Dr. Fleck).

EU-Kommissar Günther Oettinger wandte sich per Videobotschaft an das Eröffnungspublikum und überraschte mit detaillierten Kenntnissen zur it-sa. Dabei gab es auch für ihn keinen Zweifel, dass IT-Sicherheit die Voraussetzung für die Bereitschaft ist, digitale Möglichkeiten zu nutzen.
 

Oettinger bei der it-sa Eröffnung

Videobotschaft von EU-Kommissar Günther Oettinger bei der Eröffnung der it-sa (Bild: Redaktion)

Bei einer anschließenden Pressekonferenz bezifferte Frank Venjakob, Veranstaltungsleiter it-sa bei der NürnbergMesse die Zahl der Aussteller auf 428 und damit auf eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (2014: 385).

Stefan Strobel, geschäftsführender Gesellschafter und Gründer cirosec GmbH, berichtete über aktuelle Bedrohungsformen und Abwehrmöglichkeiten. Die Angriffe würden zunehmend professioneller und gezielter. Die Malware verändere sich oft mehrmals täglich, so dass sie von Virenscannern jeweils eine zeitlang nicht erkannt werde, oder sie werde sogar individuell für einen bestimmten Empfänger geschrieben. Werden Webseiten manipuliert sei Ziel nicht der Betreiber der Website, sondern der Nutzer. Als wichtige Abwehrstrategie nannte er Thread Intelligence: Das aktive Erforschen von Motiven und Möglichkeiten der möglichen Angreifer.







 

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