Hessen: 1,7 Millionen Euro für kostenlose Cybersicherheitsberatungen von Städten und Gemeinden

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Quelle: HMdIS
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 15. Juni 2018.

Wiesbaden, 15.06.2018 - Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 1,7 Millionen Euro an den kommunalen IT-Dienstleister "ekom21" überreicht. Mit dem Geld sollen die für Hessens Städte und Gemeinden kostenlosen Cybersicherheitsberatungen für das Jahr 2018 finanziert werden. Insgesamt stellt die Landesregierung mehr als fünf Millionen Euro für den Zeitraum Januar 2016 bis 2020 zur Verfügung.

"Wir wollen mit unserer Initiative die IT-Infrastruktur bei hessischen Kommunen sicherer machen. Verwaltungsdaten sind fast immer Bürgerdaten und müssen vor Cyberattacken besonders geschützt werden. Wir unterstützen Städte und Gemeinden deshalb mit unseren Experten des 'Kommunalen Dienstleistungszentrum Cybersicherheit Hessen' (KDLZ CS) und bieten ihnen praktische und kompetente Hilfe an", sagte der Innenminister in der Landeshauptstadt.

 

 
Hintergrund: Zur Cybersicherheit in Hessen
Seit Januar 2016 bietet das Land in Kooperation mit dem IT-Dienstleister "ekom21" Städten und Gemeinden mit bis zu 35.000 Einwohnern Unterstützung an: Von der Analyse der Systeme über Schulungen bis hin zu Softwarelösungen. Dafür wurden 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Angekündigt wurde, das Programm auch auf die größeren Kommunen auszuweiten, sodass alle Städte und Gemeinden von der Beratung profitieren können. Weitere 2,7 Millionen Euro wurden zur Verfügung gestellt, sodass sich das Gesamtfördervolumen auf mehr als fünf Millionen Euro summiert.

236 Kommunen haben ihr Interesse bekundet, 179 Städte und Gemeinde haben bereits einen individuellen Beurteilungsbericht und Empfehlungen erhalten, wie sie ihre Datenverarbeitung sicherer gestalten können.

Das Kommunale Dienstleistungszentrum ist ein Baustein in der Agenda "Cybersicherheit@Hessen". Im Kampf gegen Internetkriminalität und Cyberangriffe baut Hessen derzeit ein eigenes "Cybercrime Competence Center" auf. Unter "Hessen 3C" sollen künftig Fachleute aus Polizei, Landeskriminalamt, Verfassungsschutz und dem IT-Bereich des Landes Maßnahmen zur Cybersicherheit identifizieren, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für den Kampf gegen Datendiebstahl, Cyberspionage und virtuelle Straftaten zu erarbeiten und die eigene Informationstechnik besser vor Angriffen zu schützen.

Ein Baustein des neuen Hessen3C und ein Warn- und Alarmierungsinstrument ist zudem das "Computer Emergency Response Team" (CERT) des Landes Hessen. Es unterstützt die Landesverwaltung, Kommunen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur bei der Lösung von IT-Sicherheitsvorfällen, warnt vor besonderen Gefahren und erstellt ein tägliches Lagebild zur Cybersicherheit in Hessen. Mit dem Format "Runder Tisch Cybersicherheit" bringt das Land Wissenschaft und Verwaltung zusammen und fördert zurzeit sechs Projekte mit rund 1,2 Millionen Euro.


(Quelle/Text: Pressemitteilung von HMdIS)

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