Für vier von zehn IT-Entscheidungsträgern hat die Verlängerung der Lebensdauer mobiler Geräte keine Priorität

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Quelle: SOTI
Veröffentlicht von Datakontext am 24. Mai 2022.

Weltweit landen jährlich geschätzte 43 Millionen Tonnen an elektronischen Geräten auf dem Müll – Tendenz steigend. Eine Ursache ist, dass 38 Prozent der IT-Entscheidungsträger in Deutschland der Verlängerung der Lebensdauer ihrer mobilen Geräte in Unternehmen keine Priorität beimessen. Weltweit sind es sogar 46 Prozent. Das zeigt die weltweite StudieReduzieren, Wiederverwenden, Umdenken: von der Wegwerfmentalität zur technischen Nachhaltigkeit‘ von SOTI.

Diese Einstellung werden sich Unternehmen zukünftig nicht mehr leisten können. Schließlich zählen bereits jetzt 58 Prozent (59 Prozent weltweit) das Geräte-Management hinsichtlich des Austauschs der Geräte zu den wichtigsten ökonomischen Faktoren ihres Unternehmens, wobei diese Erkenntnis insbesondere bei Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern (60 Prozent) verbreitet ist.

EMM und seine Bedeutung für Nachhaltigkeit haben nur für jedes zweite deutsche Unternehmen Priorität

Nach Angaben der IT-Führungskräfte ist in genau der Hälfte der deutschen Unternehmen (50 Prozent) die Reduzierung von Elektronikschrott ein klar definiertes Nachhaltigkeitsziel. Doch hängt Deutschland hier dem weltweiten Durchschnitt (59 Prozent) noch deutlich hinterher. Entsprechend werden spezielle EMM-Strategien zur Verlängerung der Gerätelebensdauer erst in 48 Prozent (54 Prozent weltweit) aller Unternehmen eingesetzt. Dabei sind größere Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern mit (57 Prozent weltweit) tendenziell Vorreiter gegenüber kleineren Firmen (53 Prozent weltweit). Immerhin schreiben weltweit 56 Prozent aller befragten IT-Entscheider dem EMM eine sehr wichtige Rolle bei der Verlängerung der Gerätelebensdauer zu.

Jeweils 52 Prozent der deutschen Befragten sehen demnach im Geräte-Management einen wichtigen Umweltfaktor (60 Prozent weltweit) und eine Schlüsselkomponente der Corporate Social Responsibility (58 Prozent weltweit). Dass hier noch Luft nach oben besteht, zeigt die Tatsache, dass 39 Prozent der Befragten (38 Prozent weltweit) zustimmen, das Geräte-Management sei kein kritischer Faktor bei der Entscheidungsfindung.

Batterieaustausch, Reparatur und regelmäßige Updates verlängern die Lebensdauer von Geräten

Ebenfalls sehr wichtig für die Verlängerung der Gerätelebensdauer sind nach Meinung der Befragten in Deutschland die Möglichkeit des Batterieaustauschs (60 Prozent; 61 Prozent weltweit), bessere Gerätewartung beziehungsweise Reparatur (60 Prozent; 64 Prozent weltweit) und vor allem regelmäßige Software-Updates (70 Prozent; 69 Prozent weltweit). Mit einem veränderten Management ließe sich die Gesamtzahl der jährlich aussortierten Geräte für jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent; 31 Prozent weltweit) deutlich und für 52 Prozent (49 Prozent weltweit) zumindest etwas reduzieren.

Dieses neue Denken sollte sich auch in einer Umschichtung der finanzieller Ressourcen im Unternehmen niederschlagen. Gelder, die für die regelmäßige Neuanschaffung mobiler Geräte vorgesehen sind, können weitaus sinnvoller und nachhaltiger für Wartung, Nachbesserung und Reparatur bereits vorhandener Geräte eingesetzt werden. Hilfreich ist hier die Betrachtung der wahren Ausgaben einer Neuanschaffung. Neben dem eigentlichen Gerätepreis kommen die Kosten für die Integration der Neugeräte in die vorhandene IT-Infrastruktur und der Aufwand zur Einarbeitung beziehungsweise Schulung von Mitarbeitern hinzu.

„Die Verlängerung der Lebensdauer beziehungsweise die Wiederverwendung vorhandener mobiler Geräte ist nicht nur eine Frage der Nachhaltigkeit, sondern auch der Ökonomie“, so Stefan Mennecke, VP of Sales, Central und Southern Europe bei SOTI. „EMM-Lösungen helfen bei der Automatisierung manueller Prozesse und sparen Zeit. Zudem müssen neue Geräte nicht wieder an die vorhandenen Systeme und Prozesse nicht adaptiert werden, Lieferketten bleiben bestehen, Verbrauch und Emissionen werden reduziert. Verstärkte Wartung, Diagnose und Reparatur mobiler Geräte sind keine Hindernisse auf dem Weg zu mehr Innovation und Digitalisierung. Vielmehr wird die digitale Transformation nur mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit gelingen. Für Unternehmen bedeutet das: Geräte besser warten und nur dann ersetzen, wenn es notwendig ist. Des Weiteren sollten Altgeräte einer weiteren Nutzung zugeführt oder zumindest ordnungsgemäß recycelt werden. Green Computing und digitaler Fortschritt sind zwei Seiten derselben Medaille.“

Die erste Nachhaltigkeitsstudie von SOTI ‚Reduzieren, Wiederverwenden, Umdenken: von der Wegwerfmentalität zur technischen Nachhaltigkeit‘ kann hier heruntergeladen werden.

 

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