Frontal 21 vom 21. März 2017

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Quelle: ZDF
Veröffentlicht von SecuMedia am 20. März 2017.

Mainz, 20.03.2017 - Themen der Magazinsendung Frontal 21 am Dienstag:

Lücken bei Antiviren-Software
Dazu schreibt der Sender: "Immer wieder wird dem Internetnutzer eingeredet, er benötige ultimativen Schutz für seinen Rechner. Und Hersteller von Antiviren-Software versprechen absolute Sicherheit vor Cyber-Bedrohungen. Doch für IT-Fachleute kann es keinen hundertprozentigen Schutz geben. So dauere es beispielsweise Wochen, bis das Update einer Antiviren-Software auf den Computern der vielen Millionen Privatanwender angekommen sei - lange, nachdem die Schadsoftware bekannt ist, die mit dem Update bekämpft werden soll.

Matthias Luft vom unabhängigen IT-Sicherheitsdienstleister ERNW analysiert seit Jahren Antiviren-Software. Nach seiner Einschätzung vermindere diese zwar das Risiko, Opfer ungezielter, massenhafter Schadsoftware zu werden. Sie habe aber einen entscheidenden Nachteil: "Wenn jetzt jemand tatsächlich komplett selbst eine Malware, einen Virus schreibt, der sich vielleicht etwas anders verhält als andere Viren davor, kann man Antiviren-Software eigentlich immer umgehen." Auch der IT-Sicherheitsexperte Sandro Gaycken, Leiter des Digital Society Institute an der Business-School ESMT in Berlin, kennt die Grenzen von Antiviren-Software. Die größere Gefahr sieht er aber darin, dass diese selbst häufig gar nicht sicher sei. "Das heißt, die Sicherheitssoftware selber ist angreifbar und bietet ein Einfallstor in das System", erklärt Gaycken. Seiner Ansicht nach brauche der Anwender nicht unbedingt Antiviren-Software.

"Frontal 21" über Antiviren-Software, die nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich sein kann, und die falschen Versprechen der Hersteller."


Geldwäsche leicht gemacht
Ankündigung des ZDF: "Dubiose Investoren kaufen Immobilien. Mit Immobilien lässt sich in Deutschland viel Geld aus illegalen Geschäften waschen. Zehn Prozent des Immobilienmarktes sollen betroffen sein, schätzen Experten. Das treibe die Preise nach oben. Das Bundesfinanzministerium beschreibt die Immobilienbranche sogar als Hoch-Risiko-Sektor und beruft sich dabei auf eine Studie der Universität Halle. Das Problem ist seit vielen Jahren bekannt. Doch wenn es darum geht, Gesetze zu verschärfen, Schlupflöcher zu schließen und eine effektive Kontrolle einzuführen, hält sich die Regierung zurück - vor allem der für Geldwäschefälle zuständige Finanzminister, Wolfgang Schäuble (CDU). "Die meisten politischen Akteure in Deutschland haben noch nicht verstanden, dass Deutschland ein zentraler Platz ist für kriminelle Strukturen aus aller Welt", kritisiert Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher von Bündnis90/Die Grünen.

"Frontal 21" über untätige Politiker, überförderte Behörden und frustrierte Ermittler."


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