Forschung zur Detektion von Coronaviren durch Bundesehr-Spürhunde

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Quelle: PIZ der Streitkräftebasis
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 26. Juni 2020.

Bonn/Ulmen, 25.06.2020 – In einem aktuellen Forschungsprojekt der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr im rheinland-pfälzischen Ulmen in Kooperation mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover wird derzeit erforscht, ob die Diensthunde der Bundeswehr in der Lage sind, das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 am Geruch von Speichelproben zu identifizieren.

"Dass Spürhunde in der Lage sind, Krankheiten aufzuspüren ist nicht neu. An der molekularen Zusammensetzung eines Geruchs, können diese Hunde nicht nur Sprengstoffe oder Drogen aufspüren, sondern auch verschiedene Krebserkrankungen oder die drohende Unterzuckerung von Diabetikern riechen", so in einer Mitteilung des Presse- und Informationszentrum der Streitkräftebasis. So sei die Idee für das Forschungsprojekt enstanden. Leiterin des Projektes ist Dr. med. vet. Esther Schalke, die als Oberstabsveterinär und Fachtierärztin für Tierverhalten in dieser Forschung das "ideale Zusammenspiel von Wissenschaft und praktischer Anwendung" sehr schätzt.

Der dreijährige belgische Schäferhund Donnie, ausgebildeter Sprengstoffspürhund und gleichzeitig Schutzdiensthund, ist einer von zehn Hunden der Bundeswehr, die das Aufspüren von SARS-CoV-2 Viren erlernen sollen. Ausgebildet werden sollen dazu Schäferhunde, Spaniel und Retriever. Donnie ist. Erwartet wird, dass in drei bis vier Wochen belastbare Ergebnisse vorliegen, ob die Hunde in der Lage seien, die neuartigen Coronaviren aufzuspüren.

Forschungen, in denen es um die Detektion von Coronaviren durch Spürhunde geht, gebe es nicht nur in Deutschland, sondern auch in Großbritannien, Finnland und Frankreich. "Im Gegensatz zu den europäischen Kollegen nutzen wir den Speichel von infizierten Personen, in dem zunächst die Viren chemisch inaktiviert, also unschädlich gemacht werden. Speichel hat den Vorteil der schnellen und ortsunabhängigen Verfügbarkeit, wenn viele Menschen getestet werden sollen", sagt Paula Jendrny, die das laufende Forschungsprojekt als Doktorandin der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover begleitet.

Wenn die Versuchsreihe mit den inaktiven Viren erfolgreich abgeschlossen wird, komme die nächste Hürde: Dann soll auch die Detektion aktiver Viren im Speichel getestet werden. "Das muss dann unter ganz anderen Bedingungen stattfinden, schließlich müssen wir sicher sein, dass sich niemand an den hochinfektiösen Proben anstecken kann", so Paula Jendrny. (Quelle: PM von Presse- und Informationszentrum der Streitkräftebasis vom 25.06.2020)

Weitere Informationen:
https://www.bundeswehr.de/de/organisation/streitkraeftebasis/aktuelles/die-corona-spuerhunde-der-bundeswehr--269586

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