"Follow the Money"-Bericht beleuchtet die letzte Phase des Geldwäscheprozesses

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Quelle: BAE Systems Applied Intelligence
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 15. September 2020.

Brüssel / London, September 2020 – Ein von SWIFT, Anbieter von sicheren Finanznachrichtendiensten, bei BAE Systems Applied Intelligence in Auftrag gegebener "Follow the Money" (Folge dem Geld)-Bericht beschreibt das komplexe Netz aus Helfern bei der Geldbeschaffung, Scheinfirmen und Kryptowährungen, das Kriminelle nutzen, um nach einem Cyberangriff Geld aus dem Finanzsystem abzuschöpfen. Der Bericht beleuchte, so heißt es, die letzte Phase des Geldwäscheprozesses und unterstütze damit die Bemühungen von Banken, Cyberangriffe zu verhindern, aufzudecken und darauf zu reagieren. Er zeige, wie Geldwäscher vorgehen, um sich liquide Finanzmittel zu verschaffen und eine anschließende Nachverfolgung der Gelder zu verhindern. So würden Cyberkriminelle beispielsweise häufig arglose Jobsuchende als sogenannte "Geld-Esel" für das Abschöpfen von Geldern rekrutieren, indem sie seriös klingende Stellenanzeigen schalten würden. BAE Systems Applied Intelligenc erläutert: "Sie nutzen das Wissen von Insidern in Finanzinstitutionen, um die Know-Your-Customer- und Due Diligence-Checks der Compliance-Teams bei Kontoeröffnungen zu umgehen. Gestohlene Gelder werden in Vermögenswerte wie Eigentum und Schmuck in der Erwartung umgewandelt, dass diese ihren Wert behalten und mit geringerer Wahrscheinlichkeit die Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden auf sich ziehen."

Brett Lancaster, Leiter des Customer Security Programme bei SWIFT, sagt: "Die Bedrohung des Finanzsektors durch Cyberattacken war noch nie größer. Die Angreifer verfügen über umfassende Ressourcen, entwickeln ihre Vorgehensweisen ständig weiter und nutzen nicht nachverfolgbare Wege bei der Geldwäsche. Der Bericht macht deutlich, dass die Zunahme der Cyberangriffe auch die Notwendigkeit einer Konvergenz der Prozesse zur Bekämpfung von Geldwäsche, Betrug und Cybersicherheit in den Finanzinstituten erhöht. Sie müssen den Informationsaustausch verbessern, die Sorgfaltspflichten verschärfen und intelligent in die Wartung von Systemen investieren, um ihre Abwehrkräfte zu stärken."

Simon Viney, Cyber Security Financial Services Sector Lead bei BAE Systems Applied Intelligence: "Die Folgen der Aktionen von Cyberkriminellen und -banden auf der ganzen Welt führen schätzungsweise zu jährlichen Verlusten von über 1,5 Billionen US-Dollar. Dieser Bericht konzentriert sich auf die Aktivitäten der Cyberangreifer im Zusammenhang mit der Geldwäsche, die nötig sind, um eine Attacke erfolgreich durchzuführen und die Beute danach zu Geld zu machen, ohne dass dieses nachverfolgt werden kann."

 

Einige Ergebnisse des Berichts:

  • Scheinfirmen: Cyberkriminelle fokussieren sich vornehmlich auf die Textil- und Bekleidungsbranche sowie auf Fischerei- und Meeresfrüchte-Unternehmen, um die Herkunft der Gelder zu verschleiern. Sie bevorzugen es, in Teilen von Ostasien zu operieren, wo weniger strikte Regulierungen ihnen ihre Aktivitäten erleichtern.
  • Kryptowährungen: Während die Zahl der identifizierten Fälle von Geldwäsche mithilfe von Kryptowährungen bisher niedrig sei, habe es einige größere Vorfälle gegeben, bei denen es um Millionen von Dollar ging. BAE Systems Applied Intelligence: "Digitale Transaktionen sind so verlockend, weil sie in einem Partner-zu-Partner-Verfahren abgewickelt werden, mit dem sie die Compliance- und KYC-Prüfungen von Banken umgehen. Dazu braucht es häufig lediglich eine Emailadresse."
  • Erfahrung: Die Art und Weise wie Cyberkriminelle die geraubten Mittel flüssig machen und ausgeben, verweise so heißt es, auf deren Grad an Professionalität und Erfahrung. So hätten etwa einige unerfahrene Kriminelle umgehend "extravagante" Käufe getätigt, was die Aufmerksamkeit von Strafverfolgungsbehörden auf sich gezogen und zu Verhaftungen geführt habe.

(Quelle: PM von BAE Systems Applied Intelligence)

Download des  "Follow the Money"-Reports unter diesem Link (Registrierung erforderlich)

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