"Europäische Fahrzeug-Identifizierungs-Datei" (EuFID) vor der Einführung in Polizeinetze

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Quelle: BM.I Wien
Veröffentlicht von SecuMedia am 9. Juli 2015.

Wien, 09.07.2015. Die "Europäische Fahrzeug-Identifizierungs-Datei" (EuFID) wird nach Mitteilungen des österreichischen Innemninsteriums (BM.I) derzeit über Datenträger in polizeieigene Netze gestellt. Ab 2016 soll ein Online-Probebetrieb dieser Datenbank anlaufen.

"Ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung der internationalen Kraftfahrzeug-Kriminalität ist EuFID, die Europäische Fahrzeug Identifizierungs-Datei", sagt Kontrollinspektor Georg Pöchacker vom österreichsichen Bundeskriminalamt, Büro 3.2.2 (Eigentumskriminalität). "EuFID wird derzeit auf Datenträgern verteilt und, soweit es möglich ist, in den polizeieigenen Netzen der Landesstellen eingestellt. Die EuFID-Daten sollen ab 2016 Online verfügbar sein. Deshalb arbeitet man am Aufbau einer Online-Datenbank, die beispielsweise bei Europol oder Interpol angelegt sein könnte. Ein erster Probebetrieb soll 2016 anlaufen."

Die Vorstellung von EuFID-online war Schwerpunkt der zweiten Europatagung der Kfz-Identifizierungs-Experten (European Meeting of Vehicle Identification Experts - EUMEVIDEX) vom 23. bis 25. Juni 2015 in Wien, die vom österreichischen Bundeskriminalamt (BK) organisiert wurde, und an der 80 Kriminalistinnen und Kriminalisten aus 28 Ländern sowie Interpol und Europol teilnahmen. Neben EuFID-online wurde über Neuerungen zur elektronischen Wegfahrsperre, über den Handel mit gestohlenen Fahrzeugteilen sowie über die Schrottproblematik diskutiert; wenn gestohlene Autos mit Originaldokumenten schrottreifer Autos legalisiert werden.

EuFID
"Nach einem Kfz-Diebstahl werden häufig individuelle Merkmale des Fahrzeuges verändert, um dessen Identifizierung zu erschweren", sagt Pöchacker. "Als Gegenmaßnahme wurden von deutschen und österreichischen Strafverfolgungsbehörden Identifizierungshinweise erarbeitet, die den Kontrollbeamten als Fahndungshilfsmittel zur Verfügung gestellt werden."

EuFID wurde im Lauf der Jahre in mehrere Sprachen übersetzt und steht allen europäischen Kfz-Fahndungsspezialisten zur Verfügung. Aktuell enthält EuFID Identifizierungsunterlagen zu 47 Pkw-Herstellern, 16 Motorrad-Herstellern, elf Lkw-Herstellern, sieben Bus-Herstellern, vier Anhänger-Herstellern, neun Baumaschinen-Herstellern, einem Traktoren-Hersteller, einem Wohnmobil-Hersteller sowie allgemeine Hinweise zu weiteren Wohnmobil-Herstellern.

Maßnahmen im Kampf gegen Autodiebstahl zeigen Wirkung
Der Kfz-Diebstahl ist in Österreich seit fünf Jahren konstant niedrig. 2014 hat er mit 3.347 gestohlen gemeldeten Kraftfahrzeugen (Lastkraftwägen, Personenkraftwägen und Krafträder) einen historischen Tiefstand erreicht. Der Rückgang von 2013 auf 2014 betrug 13,8 Prozent. Vor zehn Jahren wurden noch über 10.446 Kfz gestohlen gemeldet.



 

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