DNS Threat Report 2018: Zwei von fünf Unternehmen in Europa Zielscheibe eines DNS-Angriffs

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Quelle: EfficientIP
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 13. Juni 2018.

Eschborn, 13.06.2018 – EfficientIP, ein internationaler Softwarehersteller und DDI-Experte für DNS, DHCP und IPAM-Lösungen, hat die Ergebnisse seines DNS Threat Reports 2018 für Europa präsentiert. Zu den Ergebnissen gehören der Anstieg an Kosten, die Unternehmen für die Abwehr von DNS-Angriffen aufwenden müssen, die Zunahme an DNS-Attacken allgemein und die mangelhafte Anpassung von Sicherheitslösungen zum Schutz von DNS vor Ort oder in der Cloud.

Die Studie untersuchte die technischen Ursachen und Verhaltensweisen bei DNS-basierten Bedrohungen sowie deren potenzielle Auswirkungen auf globale Unternehmen. Demnach waren im vergangenen Jahr weltweit 77 Prozent der Unternehmen mit DNS-Angriffen konfrontiert, wobei jeder Angriff europäische Unternehmen durchschnittlich 734.000 Euro kostete. Damit seien die Kosten höher als in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum. Französische Organisationen verbuchten mit 847.000 Euro die höchsten Kosten pro Angriff, während das Vereinigte Königreich mit 105 Prozent den höchsten Kostenanstieg auf den Durchschnittswert von 684.000 Euro verzeichnete. Deutsche Organisationen konnten die Auswirkungen von DNS-Angriffen in den vergangenen zwölf Monaten abbremsen. Sie verzeichneten in diesem Jahr einen Anstieg um lediglich 15 Prozent.

Ein weiteres Thema des aktuellen Reports sind die Prioritäten von Firmen bei der Investition in Datensicherheit und -vertraulichkeit. David Williamson, CEO von EfficientIP: „Die neuen Vorschriften im Rahmen der DSGVO verlangen, dass jedes Unternehmen die sichere Aufbewahrung seiner Daten gewährleisten kann. Überraschenderweise haben unsere Untersuchungen gezeigt, dass europäische Unternehmen weltweit am wenigsten in Technologien investiert haben, die Datendiebstahl verhindern können.“


Cloud-Dienste besser geschützt

Im Durchschnitt verzeichneten europäische Unternehmen mit 39 Prozent die meisten Fälle von Datenklau und lagen damit über dem weltweiten Durchschnitt von 33 Prozent. Fast die Hälfte der französischen Unternehmen gab an, dass sie sensible Daten verloren hätten (48 Prozent) – und britische Unternehmen waren mit 32 Prozent am wenigsten betroffen. Bei einem Drittel der europäischen Organisationen kam es zur Beeinträchtigung der Website, in Spanien verzeichnete fast die Hälfte (48 Prozent) Ausfallzeiten. Ein Viertel (25 Prozent) der französischen Unternehmen erlitten durch DNS-Angriffe Geschäftseinbußen.

Europäische Unternehmen sind beim Schutz ihrer Cloud-Dienste besser aufgestellt als ihre globalen Konkurrenten. Im Durchschnitt litt ein Drittel (34 Prozent) der europäischen Unternehmen unter Cloud-Ausfällen und lag damit unter dem weltweiten Durchschnitt von 40 Prozent. Innerhalb der EU gab es in Frankreich mit 41 Prozent die meisten Cloud-Ausfälle aufgrund von DNS-Angriffen, während Deutschland mit 28 Prozent am wenigsten betroffen ist.
 

DNS-basierte Malware in Eurpoa weit verbreitet

Die fünf häufigsten DNS-basierten Angriffe in Europa spiegeln die globalen Top 5 wider: DNS-basierte Malware machen die größte Zahl von Angriffen (39 Prozent) in der Region aus, gefolgt von Phishing mit 34 Prozent, DNS-DDoS-Angriffen mit 20 Prozent, DNS-Tunneling mit 19 Prozent und Domain-Lock-up mit 18 Prozent. DNS-basierte Malware ist so verbreitet wie nirgendwo sonst auf der Welt, wobei Deutschland mit 44 Prozent die meisten Angriffe zu verzeichnen hatte. Spanische Unternehmen sahen sich mit 24 Prozent mehr DNS-Tunneling-Angriffen ausgesetzt als ihre europäischen Kollegen.
 

EU-Unternehmen investieren zu wenig in Geheimhaltung von Daten

Europäische Unternehmen haben in jüngster Zeit vorrangig in die Sicherung von Netzwerk-Geräten (38 Prozent), die Überwachung und Analyse des DNS-Verkehrs (36 Prozent) sowie in Firewalls (20 Prozent) investiert – „eine noch immer ausbaufähige Initiative, um dem Datendiebstahl in europäischen Unternehmen perspektivisch einen Riegel vorzuschieben“, so der DDI-Anbieter.

Link zur Studie hier

 

Zum Global DNS Threat Report 2018
Die Analyse wurde von Januar bis April 2018 von Coleman Parkes erstellt. Die Ergebnisse basieren auf 1.000 Befragungen in drei Regionen – 300 in Nordamerika, 400 in Europa und 300 in der Region Asien-Pazifik. Befragt wurden CISOs, CIOs, CTOs, IT-Manager, Sicherheitsmanager und Netzwerkmanager.



 

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