„Cost of a Data Breach“-Studie 2020: Security-Automatisierung senkt die Kosten von Datenpannen

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Quelle: IBM
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 30. Juli 2020.

Cambridge, MA, USA, Ehningen, 29.07.2020 - Deutschland führt weltweit in der Security-Automatisierung – das zeigen die neuesten Ergebnisse der aktuell von IBM Security und dem Ponemon Institut veröffentlichten „Cost of a Data Breach“- Studie. In Deutschland nutzen demnach 75 Prozent der Unternehmen Security-Automatisierung, 30 Prozent davon haben den Angaben zufolge Systeme für die Sicherheitsautomatisierung bereits vollständig umgesetzt. Gemessen am globalen Durchschnitt von 21 Prozent ist das der höchste Wert weltweit.


Die aktuellen Studienergebnisse zeigen ferner, dass die globalen Kosten von Datenpannen erstmals leicht gesunken sind: Die durchschnittlichen Kosten pro Datenpanne lagen 2019 bei 3,86 Millionen US-Dollar, und somit 1,5 Prozent niedriger als 2018. Security-Automatisierung und die verbesserte Dateneinsicht durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind, so heißt es, die größten Treiber dieser Kostensenkung. Für nicht-automatisierte Unternehmen waren laut Studie Datenpannen 2019 mit sechs Millionen US-Dollar mehr als zwei Mal so teuer wie für Unternehmen, die auf Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Orchestrierung setzen (2,45 Millionen US-Dollar).

Automatisierung ist auch bei der schnellen Reaktion auf einen Vorfall wichtig: Automatisierte Unternehmen sind 74 Tage schneller bei der Reaktion und Eindämmung eines Vorfalles als Unternehmen ohne Smart-Tech (308 Tage).

Deutsche Unternehmen reagieren mit nur 160 Tagen am schnellsten auf Datenpannen, im globalen Vergleich sind es 280 Tage. Die Eindämmung eines Vorfalles dauert hierzulande insgesamt nur etwa einen Monat, was sich finanziell positiv bemerkbar macht: So seien Datenpannen, für deren Identifizierung und Eindämmung mehr als 200 Tage benötigt werden, im Durchschnitt über eine Million US-Dollar teurer als Pannen, die in weniger als 200 Tagen behoben werden.
 
„Wenn es um die Fähigkeit von Unternehmen geht, die Auswirkungen einer Datenpanne abzufedern, sehen wir einen klaren Vorteil für Unternehmen, die in automatisierte Technologien investiert haben“, so Wendi Whitmore, Vice President, IBM X-Force Threat Intelligence.
 

 Eine Auswahl weiterer Studienergebnisse:

  • Cyberangriffe in Deutschland: Mit 57 Prozent gehen die meisten Datenvorfälle hierzulande auf böswillige Angriffe zurück, das entspricht nach dem Mittleren Osten (59 Prozent) dem zweithöchsten Wert weltweit. 24 Prozent der Datenpannen in Deutschland gehen von Systemfehlern aus.
  • Einfallstore für Hacker: Fast 40 Prozent der Angreifer nutzten die Zugangsdaten von Mitarbeitern oder fehlerhafte Cloud-Konfigurationen aus, um ins Firmennetzwerk zu gelangen. Angreifer haben bei einem von fünf untersuchten Verstößen zuvor aufgedeckte E-Mails und Passwörter verwendet. 
  • Home Office mit Folgen: 70 Prozent der befragten Unternehmen, die während der Covid-19-Pandemie Home-Office eingeführt haben, rechnen mit mehr Datenpannen und überdenken deswegen ihre Sicherheitsstrategie. Datenpannen durch Remote-Mitarbeiter sind teurer, die durchschnittlichen Gesamtkosten belaufen sich auf vier Millionen US-Dollar.
  • Personenbezogene Kundendaten: Bei 80 Prozent der Datenpannen 2019 wurden personenbezogene Kundendaten kompromittiert, diese kosten pro Datensatz 150 US-Dollar. Wenn die Daten bei einem böswilligen Angriff gestohlen wurden, steigen die Kosten nochmals um 17 Prozent auf 175 US-Dollar pro gestohlenem Datensatz. 
  • Der „digitale Generalschlüssel“ im Dark Net: Immer mehr Daten in Form von E-Mailadressen, Usernamen und Passwörtern werden gestohlen. Allein 2019 waren es über 8,5 Milliarden gestohlene Datensätze. Zum Vergleich: Während der drei Jahre zuvor wurden insgesamt 11,3 Milliarden Daten gestohlen.

(Quelle: PM - deutsch - von IBM Security vom 29.07.2020 / s. auch US-Originalmeldung hier)
 
Weitere Informationen erhältlich im kostenlosen Webinar zur Studie am Mittwoch, 12. August 2020 um 17:00 Uhr deutscher Zeit. Anmeldung unter: https://ibm.biz/BdqhMf

Download 2020 „Cost of a Data Breach”-Studie unter diesem Link (Registrierung erforderlich)

 

Zur Studie
Die von IBM Security gesponserte und vom Ponemon Institut jährlich durchgeführte„Cost of a Data Breach“-Studie basiert auf Interviews mit mehr als 3.200 Sicherheitsexperten in Unternehmen, die im vergangenen Jahr eine Datenverletzung erlitten haben. Sie analysiert Datenpannen, die zwischen August 2019 und April 2020 aufgetreten sind. Aus Deutschland haben 37 Unternehmen an der Studie teilgenommen. (Quelle/ Angaben: IBM Security)


 





 

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