BKA: Internationaler Schlag gegen die italienische Mafia

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Quelle: BKA
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 5. Dezember 2018.

Wiesbaden, 05.12.2018 - Das Bundeskriminalamt (BKA) ist heute mit Festnahmen und Durchsuchungsmaßnahmen massiv gegen mutmaßliche Angehörige der italienischen kriminellen Gruppierung `Ndrangheta wegen des Vorwurfs des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln (Schwerpunkt Kokain), der Geldwäsche sowie wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen kriminellen Vereinigung vorgegangen. Bislang wird in Deutschland gegen 47 Beschuldigte ermittelt.

Über 440 Kolleginnen und Kollegen des BKA, unterstützt durch Kräfte der Bundespolizei, waren im Einsatz. 65 Objekte wurden durchsucht. Die Maßnahmen mit örtlichen Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen und Bayern dauern weiter an.

Die Operation ist Teil eines internationalen polizeilichen Großeinsatzes, der von der europäischen Justizbehörde Eurojust koordiniert wurde. Teilnehmer dieses „Joint Investigation Teams“ (JIT) von Eurojust sind neben dem BKA auch Polizei- und Justizbehörden aus Italien, den Niederlanden und Belgien. Neben der internationalen Zusammenarbeit kooperiert das BKA in diesem Verfahren auch mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen sowie dem Polizeipräsidium Köln, die heute ebenfalls Durchsuchungen und Festnahmen durchgeführt haben.

Das BKA hat im Rahmen des Ermittlungsverfahrens „Pollino“ heute 14 Personen in Deutschland festgenommen, sechs davon aufgrund von Haftbefehlen aus Italien, Belgien und den Niederlanden. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen wurden unter anderem hohe Bargeldsummen sowie mehrere Autos, die mutmaßlich als Kurierfahrzeuge genutzt wurden, sichergestellt.

Der Handel mit Rauschgift ist eine der Haupteinnahmequellen der `Ndrangheta. Schon während der Ermittlungen wurden europaweit rund vier Tonnen Kokain und beträchtliche Mengen Ecstasy/MDMA beschlagnahmt. Im aktuellen Ermittlungsverfahren geht das BKA dem Verdacht nach, dass die `Ndrangheta 490 Kilogramm Kokain nach Deutschland geschmuggelt hat sowie für weitere Kokaineinfuhren in großen Mengen verantwortlich ist. Das BKA geht davon aus, dass die durch den Drogenhandel illegal erworbenen Geldmittel dazu eingesetzt werden, in Deutschland Immobilien zu erwerben, darunter Restaurants, die zu Geldwäschezwecken gekauft und wiederverkauft werden.

Die heutigen Maßnahmen zeigen, dass Polizei und Justiz international agierenden kriminellen Vereinigungen wie der `Ndrangheta genauso international begegnen müssen. Dafür ist das gemeinsame Ermittlungsverfahren „Pollino“ ein erfolgreiches Beispiel, das fortgesetzt wird. (Herausgeber der Mitteilung: BKA)

 

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