BHE: Autonomes Netzwerk für mehr Sicherheit in der Alarmübertragung

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Quelle: BHE
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 14. Februar 2020.

Brücken, 14.02.2020 - Der BHE - Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. bietet in der ersten Jahreshälfte an drei Terminen (22. April, 4. Mai und 17. Juni 2020) kostenfreie Webinare zur Vorstellung des BHE-Sicherheitsnetzwerks an. Sie wenden sich primär an Betreiber, Führungskräfte und Mitarbeiter von Leitstellen. Darin sollen die technischen Details des Sicherheitsnetzwerkes erläutert und Vorteile für Notruf- und Serviceleitstellen beschrieben werden.


Zum Hintergrund: Aus der Ankündigung

Die Umstellung der klassischen Kommunikationsnetze auf „All-IP" ist abgeschlossen. Somit erfolgt auch die Übertragung von Alarm- und Störungsmeldungen aus Einbruch- und Brandmeldeanlagen an Notruf- und Serviceleitstellen ausschließlich über IP-Netze.

Allerdings empfehlen Experten aufgrund der fehlenden Notstromversorgung von IP-Anschlüssen und der Störanfälligkeit des IP-Netzes, abhängig von der Schutzklasse des Objektes, einen zweiten Übertragungsweg – sinnvollerweise einen IP-basierten Funkersatzweg via GPRS, UMTS oder LTE.

Werden hierfür öffentliche Netze verwendet, besteht jedoch eine erhöhte Gefahr des Netzausfalls durch Angriffe von außen (dies betrifft auch den Erst-Übertragungsweg, meist in Form einer DSL-Festverbindung). So können z.B. simple „DoS-Attacken" ein Datennetz durch unzählige Aufrufe überlasten und lahmlegen. Im ungünstigsten Fall können dann keine Alarm- und Störungsmeldungen abgesetzt werden, wodurch weder bei einem Brand noch bei einem Einbruch die hilfeleistende Stelle gerufen werden kann.

Zur Reduzierung dieses Risikos wurde das BHE-Sicherheitsnetzwerk entwickelt. Als autonome IP-Infrastruktur mit Fest- und Funknetz, die nicht von außen angegriffen werden kann, bietet es eine sehr hohe Verfügbarkeit und größere Betriebs- und Sabotagesicherheit für die Kunden. Die Datenkommunikation mit anderen Netzwerken, zum Beispiel dem Internet, wird bewusst vermieden, um Angriffe gar nicht erst möglich zu machen.

Das BHE-Sicherheitsnetzwerk erfüllt sämtliche normativen und sicherheitstechnischen Anforderungen bezüglich Alarmübertragung und ist für die Nutzung VdS-konformer Übertragungswege nach VdS 2471 zertifiziert. Es eignet sich zur Umsetzung aller aktuellen Aufschaltungen aus Einbruch- und Brandmeldeanlagen – von einfachen Übertragungen (z.B. SP 2, EMA-VdS-A) bis zu hochwertigen Verfahren (EMA VdS-C bzw. EMA/BMA mittels Dual-Path DP4). Das BHE-Sicherheitsnetzwerk ist insbesondere für Anwendungen konzipiert, in denen hohe Anforderungen an die Qualität und Verfügbarkeit des Übertragungsnetzes gestellt werden (z.B. bei Aufschaltung von Brandmeldeanlagen auf Feuerwehren).

Notruf- und Serviceleitstellen erreichen durch die Teilnahme am BHE-Sicherheitsnetzwerk mehr Sicherheit in der Übertragung von Meldungen und ein hochwertiges Leistungspaket für sicherheitssensitive Kunden.

Informationen zu den Webinaren finden Interessenten unter www.bhe.de/seminare.

Fragen beantwortet Jörg Crauser unter 06386 9214-14 oder alternativ unter j.crauser@bhe.de.
 

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