Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung: FIU stellt Jahresbericht 2018 vor

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Quelle: Generalzolldirektion
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 9. Juli 2019.

Köln/Bonn, 09.07.2019 - Die Financial Intelligence Unit (FIU), zentrale Melde- und Analysestelle für Meldungen über verdächtige Finanztransaktionen, die im Zusammenhang mit Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung stehen könnten, stellt ihren Jahresbericht 2018 vor. Demnach stieg 2018 die Zahl der bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen auf über 77.252 (+ 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Seit dem Jahr 2008 habe sich das jährliche Meldeaufkommen verelffacht. Als ein Grund für den starken Anstieg wird unter anderem die Absenkung der Hemmschwelle für die Abgabe einer Meldung durch die rechtliche Veränderung der vormaligen "Verdachtsanzeige" in eine (gewerberechtliche) Meldeverpflichtung gesehen.

Wie im Vorjahr stammen nach dem Bericht über 98 Prozent der eingegangenen Meldungen aus dem Finanzsektor, Kreditinstitute seien dabei mit 84 Prozent aller Meldungen die meldestärkste Gruppe. Die Zahl der Meldungen des Nichtfinanzsektors sind den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr zwar angestiegen (von 398 Meldungen im Jahr 2017 auf 597 im Jahr 2018), sie sei aus Sicht der FIU jedoch nach wie vor gering. „Die FIU hat daher ihre Anstrengungen verstärkt, die Verpflichteten dieses Sektors in Bezug auf Verdachtsmomente für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu sensibilisieren“, berichtet die Generalzolldirektion unter deren Dach die FIU eingerichtet ist.

Der Leiter der FIU, Christof Schulte, zieht mit der Veröffentlichung des FIU-Jahresberichts 2018 Bilanz: "Der Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung kommt eine große Bedeutung zu. Die FIU nimmt mit ihrer Filterfunktion dabei eine zentrale Rolle ein, sie entlastet die Strafverfolgungsbehörden. Im Laufe des letzten Jahres haben wir die FIU personell und fachlich verstärkt. Wir haben erfolgreich eine elektronische Meldungsplattform eingeführt. Künftig wird die FIU zudem zusätzliche Analysetools einsetzen, um ihre Filterfunktion weiter zu stärken." Jede eingehende Verdachtsmeldung werde umgehend erstbewertet und priorisiert.

Download FIU-Jahresbericht 2018 hier möglich 

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