Bayern: Weitere Spezialabteilung im Kampf gegen organisierte Kriminalität eingerichtet

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Quelle: StMJ BY
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 12. Oktober 2020.

München /Memmingen, 12.10.2020 - Bayerns Justizminister Eisenreich hat das sogenannte "Traunsteiner Modell" jetzt auch bei der Staatsanwaltschaft Memmingen eingeführt: "Durch unsere neue Spezialabteilung in Memmingen erhöhen wir die Schlagkraft gegen international agierende Schleuser, Drogen- und Waffenhändler noch weiter." Organisierte Kriminalität mache nicht an den Ländergrenzen halt. "Hier setzen wir mit unserem 'Traunsteiner Modell' an: Wir richten international vernetzte und personell verstärkte Spezialabteilungen bei den grenznahen Staatsanwaltschaften ein", so der Minister. Die erste Spezialabteilung zur noch effektiveren Bekämpfung grenzüberschreitender organisierter Kriminalität wurde im August 2018 bei der Staatsanwaltschaft Traunstein eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft Memmingen ist nach Landshut, Kempten und Regensburg nun die fünfte bayerische Staatsanwaltschaft, bei der das Modell eingeführt wird.

Die neue Spezialabteilung in Memmingen wird den Angaben zufolge mit einem Oberstaatsanwalt, einem Gruppenleiter und vier Staatsanwälten im Eingangsamt besetzt sein. Der Minister: "Die sechsköpfige Abteilung wird nicht nur eng mit den benachbarten Staatsanwaltschaften in Deutschland zusammenarbeiten. Die bestehende enge Vernetzung mit den benachbarten Polizei- und Justizbehörden in der Bodenseeregion – also Österreich, der Schweiz und Liechtenstein – wird noch weiter ausgebaut werden. Auch Eurojust und Europol sind wichtige internationale Partner."

Das "Traunsteiner Modell" sei Teil eines Gesamtkonzepts zur Bekämpfung organisierter Kriminalität, zu dem auch die Zentralstelle zur Koordinierung der Vermögensabschöpfung bei der Generalstaatsanwaltschaft München gehöre. Der Minister: "Mit der Vermögensabschöpfung setzen wir dort an, wo es den Tätern besonders weh tut: bei der Tatbeute. Verbrechen darf sich nicht lohnen. Daher ist es entscheidend, dass die Erträge aus Straftaten konsequent abgeschöpft werden. Zwischen der neuen Spezialabteilung und der Zentralstelle zur Koordinierung der Vermögensabschöpfung in München besteht bereits enger Kontakt, um genau das zu gewährleisten." (Quelle: PM von Bayerisches Staatsministerium der Justiz vom 12.10.2020)

 

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