Baden-Württemberg: Fallzahlen zur OK und Wirtschaftskriminalität 2019 vorgestellt

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Quelle: IM BW
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 22. Mai 2020.

Stuttgart, 22.05.2020 - Baden-Württemberg hat die Fahlzahlen zur organisierten Kriminalität und Wirtschaftskriminalität im Jahr 2019 vorgestellt. Innenminister Thomas Strobl erklärte dazu in Stuttgart: „Organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität verursachen jedes Jahr finanzielle Schäden in Millionenhöhe. Ganz besonders perfide ist, wenn Kriminelle sich in Corona-Zeiten auf Kosten Einzelner oder der Gesellschaft bereichern wollen. Unsere Polizei ist schon im Jahr 2019 ganz entschieden gegen Betrügerbanden vorgegangen – und auch 2020 gehen wir diesen Weg entschlossen weiter. Egal ob Anlagebetrug, Fake-Anleihen oder das zunehmend auftretende kriminelle Phänomen der sogenannten ‚Falschen Polizeibeamten‘ – solche Entwicklungen bekämpfen wir entschieden. Es ist nicht hinzunehmen, dass Kriminelle arglose Bürgerinnen und Bürger um ihr Geld bringen und hierbei sogar das Vertrauen meist älterer Menschen in die Polizei ausnutzen, um so an deren Vermögen zu gelangen.“

Organisierte Kriminalität 

„Die Organisierte Kriminalität ist eine Herausforderung für den Rechtsstaat – Tätergruppierungen agieren nicht nur ausschließlich in Deutschland, sondern international. Daher ist es gerade in diesem Bereich so wichtig, eng mit den Sicherheitsbehörden anderer Länder zusammenzuarbeiten. Die Ermittler haben hier einen langen Atem“, verdeutlichte Innenminister Thomas Strobl das Phänomen Organisierte Kriminalität.

Im Jahr 2019 richteten sich in Baden-Württemberg den Angaben zufolge 36 Ermittlungsverfahren gegen Angehörige der organisierten Kriminalität (OK). Damit liegen die Fallzahlen auf dem Niveau des Vorjahres (37). Schwerpunkte stellen die Rauschgiftkriminalität mit 16 Verfahren, die Kriminalität im Zusammenhang mit dem Wirtschaftsleben mit acht Verfahren und die Eigentumskriminalität mit fünf Verfahren dar. Drei Verfahren richteten sich gegen kriminelle Vereinigungen, zwei gegen Schleuserbanden und jeweils ein Verfahren betraf die Gewalt- sowie die Cyberkriminalität.

„Weil unsere Ermittler akribisch-gründlich und kenntnisreich arbeiten, können wir für das vergangene Jahr Rückgänge im Bereich der Bandenkriminalität vermelden“, so Innenminister Thomas Strobl weiter. So habe die Polizei Baden-Württemberg für das Jahr 2019 177 qualifizierte Bandenverfahren, 22 Verfahren weniger als im Vorjahr (199) registriert. Schwerpunkte waren hierbei die Rauschgift- und die Eigentumskriminalität mit 64 Verfahren sowie die Kriminalität im Zusammenhang mit dem Wirtschaftsleben mit 34 Ermittlungsverfahren.

Wirtschaftskriminalität

Auch im Bereich der Wirtschaftskriminalität wurde eine Verringerung der Gesamtzahl der polizeilich registrierten Straftaten gegenüber dem Vorjahr verzeichnet - um rund 16 Prozent auf 8.655 Fälle. Die aus diesen Delikten resultierende Schadenssumme stieg jedoch um rund 36 Prozent auf rund 536 Millionen Euro an. "Wirtschaftskriminalität macht damit nahezu die Hälfte des Gesamtschadens aus", teilte das Innenministerium Baden-Württemberg mit.

„Wie agil die Betrüger sind, zeigt sich in der gegenwärtigen Corona-Krise: Etliche Kriminelle haben schnell reagiert und ihre Maschen entsprechend angepasst“, warnt Innenminister Thomas Strobl. Hier seien insbesondere Fake-Shops, betrügerische Webseiten und Produktfälschungen, beispielsweise bei Hygieneartikel, festzustellen. (Quelle: PM von Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg vom 22.05.2020)

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