4,3 Milliarden Euro von Bund und Ländern: Wie sich Krankenhäuser jetzt digitalisieren können

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Quelle: NetApp
Veröffentlicht von Datakontext am 10. Februar 2021.

Das Coronavirus bringt Ärzte und Pflegekräfte in den Kliniken an die Belastungsgrenze und darüber hinaus. Ohnehin haben sie mit dem Demografieeffekt, wonach eine alternde Bevölkerung an mehr chronischen Krankheiten leidet, dem Fachkräftemangel und Budget-Kürzungen zu kämpfen. Diese Herausforderungen kann der Gesundheitssektor nur bewältigen, indem er seine Digitalisierung durchgreifend forciert. Dazu hat die Politik mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG), das im Oktober 2020 in Kraft trat, den Rahmen geschaffen. Die Mittel von Bund (3 Milliarden Euro) und Ländern (1,3 Milliarden Euro) summieren sich auf 4,3 Milliarden Euro und stehen seit dem 1. Januar 2021 zur Verfügung. Der Gesetzgeber will so die Modernisierung der digitalen Infrastruktur in den Krankenhäusern fördern.

Das Ziel von Gesundheitseinrichtungen, performante, skalierbare und sichere digitale Infrastrukturen aufzubauen und zu nutzen, führt vor allem über Virtualisierung, Cloud Computing und Datenverfügbarkeit. Insbesondere bei der Cloud-Integration steht das Gesundheitswesen erst am Anfang, stellt eine aktuelle Studie der ENISA, Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit, fest. Dennoch gibt es Projekte, die Mut machen.

Beispiele für Telemedizin und Self-Service

Ein schneller, kostengünstiger und skalierbarer Service ist die Telemedizin, die für Diagnostik, Therapie und Rehabilitation eingesetzt werden kann. Sie basiert auf einer virtuellen Desktop Infrastruktur (VDI), die entweder in der Cloud oder im eigenen Rechenzentrum bereitgestellt wird. Ärzte können zu jeder Zeit von jedem Ort und jedem Endgerät aus auf wertvolle Daten zugreifen. Wichtig hierbei: Eine VDI-Lösung muss über integrierte Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen wie etwa eine Verschlüsselung der Daten verfügen.

In einem anderen Projekt hat das Zentrum für Informationsmanagement (ZIMt) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) einen Self Service für Wissenschaftler implementiert. Ein Zusammenspiel der Technologien Docker, Kubernetes, Trident und Flash stellt den Forschern eine einfach zu verwaltende, reproduzierbare Infrastruktur zur Verfügung.

Mit einer Data Fabric und externer Expertise erfolgreich

Die Praxisbeispiele unterstreichen: Daten sind die Grundlage eines modernen Gesundheitswesens. Sie ermöglichen es, schnellere Diagnosen zu stellen, Patienten besser zu versorgen, effizienter zu forschen und wirtschaftlicher zu arbeiten. Das setzt jedoch ein Data-Fabric-Konzept voraus, damit die Daten bei Bedarf schnell in On-Premises-Systemen sowie der Private Cloud bereitstehen. Die Umsetzung erfolgt mit einer einheitlichen und unterbrechungsfreien Datenmanagement-Plattform für klinische und Enterprise-Applikationen. Dabei zeigt ein aktuelles Projekt der MHH in Zusammenarbeit mit NetApp, dem Marktführer im Bereich Cloud Data Services, wie eine Data Fabric die medizinische Forschung voranbringen kann. Das Vorhaben beschäftigt sich mit der Diagnostik der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), von der weltweit mehr als 250 Millionen Menschen betroffen sind. Durch den Einsatz einer Data Fabric kann ein schnellstmöglicher Datentransfer hin zur Verarbeitung erfolgen. Dadurch wird der vormals stundenlange manuelle Diagnoseprozess auf wenige Minuten reduziert.

Durch IT-Sicherheit die Patienten schützen

Wie verschiedene Hacker-Angriffe auf Krankenhäuser in der Vergangenheit gezeigt haben, ist die IT-Sicherheit insbesondere für Gesundheitseinrichtungen von enormer Bedeutung. Denn hier geht es nicht in erster Linie um finanzielle Schäden, die durch Angriffe entstehen können, sondern vor allem um das menschliche Wohl, das durch Ausfälle von IT-Systemen bedroht ist und dass es in besonderem Maße zu schützen gilt. Bei dem Einsatz einer VDI werden beispielsweise Benutzerdaten zentral im On-Premise-Rechenzentrum gespeichert und nicht auf dem einzelnen Endgerät des Nutzers. Dadurch wird die Anzahl der Bedrohungsvektoren, die von Hackern ausgenutzt werden können, stark reduziert. Zudem kann sich die IT-Abteilung auf die Absicherung einiger weniger potenzieller Zugriffspunkte konzentrieren, was zu einer noch höheren und effektiveren Sicherheit führt.

Das Beantragen von Fördergeldern, die durch das KHZG bereitstehen, ist fast so komplex wie die umfassende Digitalisierung, vor der Krankenhäuser stehen. Sie brauchen daher einen Partner, der die technische Ausstattung, maßgeschneiderte Lösungen und ganzheitliche Beratung inklusive Navigation durch den Formulardschungel bietet.

Das Whitepaper Die Digitalisierung von Krankenhäusern finden Sie unter folgendem Link

 

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