Zuhaltungsschloss

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Zu unterscheiden sind einfache Buntbartschlösser und aufwändigere Zuhaltungsschlösser:

Buntbartschloss

Bunt- und Nutenbartformen

Schloss mit nur einer Sperrzuhaltung, die durch den Schlüsselbart so angehoben wird, dass der Riegel bewegt werden kann. Der Riegel wird durch ein- oder zweimaliges Drehen des Schlüssels (1- oder 2tourig) vorgeschlossen. Beim Buntbartschloss besteht die Variationsmöglichkeit in der Anzahl der unterschiedlichen Schlüsselbartformen.

Einsteckschlösser mit nur einer Sperrzuhaltung (Buntbartschlösser) stellen die einfachste Konstruktion dar und haben keinen Anspruch auf Sicherheit.

Reifen, Besatzung, Tosisch imitiert: Eine scheinbare Verbesserung in Richtung Sicherheit charakterisieren im Schlosskasten eingebaute, starre Elemente, welche mit entsprechenden Ausnehmungen in den Schlüsseln korrespondieren.

Zuhaltungsschloss (Chubb-Schloss, Tosisches Schloss)

Schloss mit mehreren Sperrzuhaltungen, die durch den gestuften Schlüsselbart so angehoben werden, dass der Riegel bewegt werden kann. Der Riegel wird im Regelfall durch zweimaliges Drehen des Schlüssels (2tourig) vorgeschlossen. Beim Zuhaltungsschloss besteht die Variationsmöglichkeit in der Anzahl der unterschiedlichen Schlüsselbartformen und in den unterschiedlichen Einschnitten des Schlüsselbartes.

Mehrzuhaltungsschlösser sollten über mindestens 2000 Schließvariationen verfügen und konstruktive Merkmale aufweisen, welche Nachsperrversuche verhindern oder wesentlich erschweren.


Einsatzmöglichkeiten

  • Buntbartschlösser mit einer Sperrzuhaltung in Zwischentüren ohne Sicherheitsanspruch.
  • Mehrzuhaltungsschlösser, wie beschrieben, sind als Sicherheitsschlösser einzustufen.


Zubehör

Einbausicherungen mit Kreuzbartschlüssel können in vorhandene Buntbartschlösser eingebaut werden, wodurch die Nachsperrsicherung deutlich erhöht wird.

Ob das Schloss tatsächlich sicherer wurde, hängt auch von der Riegelfestigkeit ab. Achtung: Sogenannte "Schlüssellochsperren" oder "Steckschlösser" (nur 1 Bart) erhöhen die Sicherheit kaum.

Einschlägige Vorschriften und Richtlinien

  • DIN EN 12209, Schlösser und Baubeschläge - Schlösser - Mechanisch betätigte Schlösser und Schließbleche - Anforderungen und Prüfverfahren
  • DIN 18251-1, Schlösser: Einsteckschlösser, Teil 1: Einsteckschlösser für gefälzte Türen
  • DIN 18251-2, Schlösser: Einsteckschlösser, Teil 2: Einsteckschlösser für Rohrrahmentüren
  • DIN 18251-3, Schlösser, Einsteckschlösser, Teil 3: Einsteckschlösser als Mehrfachverriegelung
  • DIN 18250, Schlösser, Einsteckschlösser für Feuerschutz- und Rauchschutztüren
  • DIN V ENV 1627 bis 1630 (früher DIN V 18103 u.a.): Einbruchhemmende Fenster, Türen und zusätzliche Abschlüsse.
  • ÖNORM B 5350, Türschlösser, Einsteckschlösser und Schließbleche, Maße und zusätzliche Anforderungen
  • ÖNORM B 5351, Einbruchhemmende Baubeschläge - Schlösser, Schließbleche, Schutzbeschläge und Schließzylinder, Maße und Zusatzanforderungen
  • ÖNORM B 5338, Einbruchhemmende Fenster, Türen und zusätzliche Abschlüsse - Allgemeine Festlegungen

Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 26. Oktober 2011 um 19:40 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Markus Kornhofer.

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