Thin-Client

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Der Thin Client bezeichnet ein Betriebsmodell im Client/Server Umfeld.

Thin Client

Während normalerweise der Arbeitsplatzcomputer (APC) für die Ein- und Ausgabe und die Verarbeitung der Daten zuständig ist, wird beim Thin Client der APC als Endpunkt nur zur Kommunikation verwendet. Die Datenspeicherung und Rechenleistung erfolgt auf dem Server.


Zero Client

Zu den Thin Clients und den herkömmlichen Arbeitsplatzcomputer kommt noch der so genannte Zero Client[1]. Zero Clients kommen ohne lokales Betriebssystem aus. Damit entfällt die Endpunktadministration sowie der Gefahr von Angriffsfläche für Viren oder Malware.


Unterschiede Thin Client vs. Zero Client

Ein Zero Client hat Vorteile bei Management, Sicherheit und Energieverbrauch. Da Zero Clients auf sich eine Technologie auf Server-Seite beschränken, ist ein Nutzer langfristig an eine Lösung gebunden, während im Vergleich der "normale" Thin Client bei Bedarf die Lösung auf Serverseite einfach wechseln kann. Beide Konzepte haben wirtschaftliche Vorteile[2] im Vergleich zu einem "normalen" Arbeitsplatzcomputer.


Desktop Virtualisierung

Die Virtualisierung von Arbeitsplatzcomputer zielt auf die Verlagerung der Ressourcen am Rechner auf einen Server oder in das Rechenzentrum. Im allgemeinen Sprachgebrauch beginnt die Desktop Virtualisierung bereits bei der Nutzung von Terminal-Server Lösungen. Ein oder viele Anwender werden von einer Betriebssystem-Instanz mit weitgehend standardisierten Oberflächen versorgt (Betriebssystem und Anwendung). Anbieter von Lösungen sind VMWare, Citrix, Microsoft und verschiedene Linux-Distrubutionen.

Lokale Lösungen

Als Erweiterung der Desktop Virtualisierung, die einen rechenzentrumszentrierten Ansatz verfolgt, gibt es für kleine Niederlassung oder Schulungsbereiche von Microsoft den MultiPoint Server 2011[3], der direkt über die USB-, LAN- oder anderen Schnittstellen angesprochen werden kann und auf einem APC läuft.

Sicherheitsüberlegungen

Aufgrund des Betriebskonzeptes können beliebige Anwendungen am Client dargestellt werden. Aktuelle Thin Client Konzepte ermöglichen nicht nur die Darstellung der Anwendung, sondern auch die Darstellung ganzer Desktops. Der Einsatz der Thin- oder Zero Client-Technik ermöglicht einen sicheren Betrieb von Anwendungen in Sicherheitsbereichen, Zweigstellen oder Telearbeitsplätzen. In der 12. Ergänzunglieferung des IT-Grundschutzkataloges ist der Baustein B3.304 "Virtualisierung" aufgenommen worden[4].


Weblinks


Einzelnachweise

  1. Noch dünner als Thin: Zero Client (Heise Netze) vom 16.10.2007 abgerufen am 16.12.2011
  2. Fraunhofer UMSICHT - PC vs. Thin Client 2008
  3. Microsoft Multipoint Server 2011
  4. IT-Grundschutz Katalog 12. Ergänzungslieferung


Siehe übergeordnete Stichworte


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 26. Mai 2014 um 13:38 Uhr von Oliver Wege geändert. Basierend auf der Arbeit von Markus Albert.

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