Telemedizin

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Durch den steigenden Bedarf an Grund- und häuslicher Betreuung und der demographischen Entwicklung wird die Fernbetreuung von Patienten immer wichtiger.

Geschichte

  • 60er – 70er Jahre: analoge Videoübertragung und spezialisierte Systeme
  • 80er Jahre: digitale Videokonferenzsysteme
  • 90er Jahre – jetzt: PC-basierte Systeme und strukturierter Datenaustausch, zentrale Datenbanken
  • zusätzlich ab ca. dem Jahr 2000: internetbasierte Telepräsenz (Videokonferenz) - Telemedzin hält Einzug in das Wohnzimmer.


Typen

Eine Definition von Prof. Dr. Thomas Tolxdorff[1] zur Telemedizin ist die:

"Erbringung von Gesundheitsdienstsleistungen durch Berufstätige im Gesundheitswesen unter Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien für:

  • Gesundheitsförderung
  • Krankenversorgung
  • Ausbildung
  • Management
  • Forschung"


Aber auch für Angehörige wird es immer wichtiger, die Gesundheitsdaten bei Pflege von Angehörigen zu "sehen", um als Filter zwischen Arzt und Patient zu dienen.

Das Ziel dabei ist es, den Patienten in seiner "gewohnten" Umgebung zu belassen und die Informationen zwischen den behandelten Ärzten auszutauschen.


Elektronische Fallakte

Die Elektronische Fallakte-Spezifikationen sollen die Kommunikation über Medien- und Systemgrenzen hinweg ermöglichen. Den einheitlichen Standard hierfür hat das Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik gemeinsam mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft geschaffen. Das Ziel ist es, den datenschutzgerechten Austausch von medizinischen Informationen zu einem medizinischen Fall zwischen Patienten und behandelnden Ärzte zu gewährleisten. In den Spezifikationen [2] werden Festlegung zur Umsetzung von Organisation, Datenschutz, IT-Sicherheit und Betrieb geregelt.


Alternativen

Daneben gibt es private Initiative zum elektronischen Austausch von Patientendaten. 2008 wurde bereits von der Firma Google der Internet-Dienst Google-Health eingeführt. Der Dienst soll 2013 geschlossen werden[3]. Während Googles Zielgruppe Nordamerika war, gibt es weitere Anbieter wie die Fa. Microsoft mit dem Dienst Healthvault[4] oder die Initiative des deutschen Hausärzteverbandes HausMed, Vita-X oder ICM die in Deutschland tätig sind.

Wechselwirkung

Neben der effizienteren Erbringung medizinischer Dienstleistungen und der Reduktion unnötiger Verwaltungsarbeit, wie Mehrfachdatenerfassung, spielt dabei die Sicherheit und Vertraulichkeit gegenüber dem Patienten eine wichtige Rolle. Die Elektronische Gesundheitskarte und der elektronische Heilberufsausweis sind die entscheidenden Faktoren, diese Grundwerte der Informationssicherheit zu gewährleisten.


Weblinks


Einzelnachweis

  1. Vorlesung an der Charité - Universitätsmedizin Telemedizin Prof. Dr. Thomas Tolxdorff
  2. Elektronische Fallakte - Spezifikation
  3. Das Ende von Google PowerMeter und Google Health von Heise Online vom 25.06.2011
  4. Microsoft-Patientenakte HealthVault kommt nach Deutschland


Siehe auch

Schutzprofil (IT)



Diese Seite wurde zuletzt am 19. März 2014 um 07:47 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Markus Albert und Oliver Wege.

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