Steganographie

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Verstecken von Nachrichten in großen Dateien mit dem Sachziel Vertraulichkeit. Modifikation z.B. der niedrigsten Bits eines oder mehrerer Bytes insbesondere von Graphik- und Sounddateien. Dadurch wird bei Graphiken - nicht nennenswert - die Farbe oder die Intensität verändert. Durch die Nutzung nur des jeweils niedrigsten Bits ist die Aufnahmekapazität bei gegebener Dateigröße begrenzt; so lässt sich z.B. in einer Graustufen-Graphikdatei für ein Bild mit 1024 x 1024 Pixel eine 64 Kbyte-Nachricht verstecken. Nicht alle Verfahren sind gegen verlustbehaftete Komprimierung hinreichend widerstandsfähig. Da ein potenzieller Angreifer (nur) das Bild - z.B. die Darstellung der Graphikdatei auf einem Bildschirm - sieht, erkennt er nur schwer oder gar nicht, dass weitere Informationen (die Nachricht) in der Datei verborgen sind. Der Empfänger kann die Nachricht mit dem vereinbarten Algorithmus aus der Graphik- oder Sounddatei extrahieren. Steganographie stellt keine Verschlüsselung dar; das Sicherheitsniveau kann allerdings erhöht werden, indem die Nachricht vor dem Verstecken zusätzlich (symmetrisch oder asymmetrisch) verschlüsselt wird. Die Analyse des Verfahrens Steganographie wird als Steganalyse bezeichnet. Historisch: Physisches Verstecken von Nachrichten (Herodot), 'Toter Briefkasten' etc.

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Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 3. Februar 2011 um 18:57 Uhr von Oliver Wege geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin, Dietrich Cerny und Hartmut Pohl.

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