Stand-alone-Zutrittskontrollsystem

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Der Begriff Stand-alone-Zutrittskontrollsystem ist nicht über eine Norm oder eine andere Konvention streng definiert und abgegrenzt. Ein Stand-alone-Zutrittskontrollsystem ist aber durch folgende Eigenschaften charakterisiert:

  • Zutrittskontrolle für einen oder für wenige räumlich zusammenhängende Durchgänge.
  • Entscheidungsintelligenz in einer "Zentrale", an der Lesegeräte oder Terminals ohne eigene "Intelligenz" angeschaltet werden.
  • "Zentrale" und Lesegeräte / Terminals können in einem Gehäuse / einer Funktionseinheit vereinigt sein.
  • Eingabe von Parametern, Stammsätzen und anderen Entscheidungsdaten über eine eingebaute Eingabeeinheit (Tastatur und Display) oder über ein nur temporär angeschaltetes Gerät (PC o.Ä.). Diese Daten werden nicht permanent von einer übergeordneten Zentrale im online-Datenverkehr aktualisiert.
  • Aktuelle Zutrittsentscheidungen trifft nur diese "Zentrale", die dazu für ihren ganzen Entscheidungsbereich oder auch pro Durchgang zeitlich und örtlich differenzierte Zulassungen für einzelne Beteiligte oder Gruppen führt.
  • Türmanagement (Betätigung des Türöffners und Überwachung des Türzustandes) direkt von der "Zentrale" oder überwacht durch die "Zentrale" von den Leseterminals.
  • Protokollierung oder Logging einer begrenzten Anzahl von Vorgängen (Zutritt, abgelehnte Versuche, Alarme, Meldungen). Elektronisch gespeicherte Ereignisse können mit einem temporär angeschalteten Gerät abgerufen und dargestellt werden.
  • Weitergabe von Alarmen, Störungsmeldungen und ggf. Ereignissen als Sammel- oder auch als Einzelmeldungen über Kontakte, sofern überhaupt möglich.
  • Die "Zentrale" kommuniziert nur mit den ihr untergeordneten Leserterminals und ggf. mit dem temporär angeschalteten Bediengerät, sie hat keine datentechnische Verbindung mit anderen sicherheitstechnischen oder administrativen Systemen.


Beispiele

Neben den stand alone-Ausweis- oder -PIN-Code-Terminals fallen die mechatronischen Schließzylinder oder Türbeschläge in diese Gruppe. Sie zeigen alle oder die meisten der genannten Eigenschaften.

Allerdings bieten einige Hersteller und Systemintegratoren gerade diese Produkte integriert in online-Lösungen vom Grundtyp 2 oder besonders vom Grundtyp 3 an. Dabei wird die Anbindung an die übergeordneten Zentralen nicht über eine Verkabelung, sondern über im Ausweis hinterlegte Berechtigungsdaten, also praktisch über Net on Card geschaffen. Die Zutrittsentscheidung erfolgt dabei aufgrund neuester Berechtigungsdaten, die meist täglich an online-Terminals auf den neuesten Stand gebracht werden. Ein Gültigkeits- oder Verfallsdatum dieser Berechtigungsdaten verhindert ihren Missbrauch.

Allerdings gilt das nur für die Zutrittsentscheidung, Alarme oder Zustandsmeldungen werden auch weiterhin nur direkt vor Ort angezeigt.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 23. Oktober 2014 um 11:23 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Jürgen Junghanns.

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