Sprengstoff

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Unter Sprengstoff versteht das Sprengstoffgesetz "... feste oder flüssige Stoffe und Zubereitungen (Stoffe), die durch eine nicht außergewöhnliche thermische, mechanische oder andere Beanspruchung zur Explosion gebracht werden können (explosionsgefährliche Stoffe), soweit sie zur Verwendung als Explosivstoffe oder als pyrotechnische Sätze bestimmt sind ...".

Per definitionem gibt es also keine gasförmigen Sprengstoffe. Selbstverständlich können aber auch Luft/Gas-Gemische explodieren.

Eine Explosion ist dabei zunächst einmal nichts anderes, als die Verbindung eines brennbaren Stoffes mit Sauerstoff unter Abgabe von Energie (exotherme Reaktion). Im Gegensatz zu einer üblichen Verbrennung geschieht das sehr schnell und ist mit einer erheblichen Volumenvergrößerung (je nach Sprengstoff ein Faktor 10.000 bis 15.000) in extrem kurzer Zeit (Größenordnung Millisekunde) verbunden. Diese wiederum hat eine Druckwelle, sowie im Falle einer Detonation, die Ausbildung einer Stoßfront zur Folge, welche zerstörerisch wirken. Druck und Detonationsstoß nehmen mit zunehmender Entfernung rasch ab.

Nach DIN 20163 werden Sprengstoffe in zwei Hauptgruppen unterteilt:

  • Militärische Sprengstoffe,
  • Gewerbliche Sprengstoffe

Beide Gruppen sind als handhabungs- und transportsicher anzusehen. Die in Sicherheitskreisen oft als Selbstlaborate bezeichneten Explosivstoffe stellen rechtlich keine eigenständige Gruppe dar. Als Arbeitsdefinition gilt: "Selbstlaborate sind, aus frei oder einfach zu erhaltenden Grundstoffen, selbst hergestellte Explosivstoffe, welche regelmäßig nicht handhabungs- und transportsicher sind."

Der Umgang mit ihnen ist verboten und lebensgefährlich. Sie dienen in der Regel kriminellen oder terroristischen Zwecken.

Der Umgang mit Sprengstoffen ist in der Bundesrepublik Deutschland genehmigungspflichtig, die mißbräuchliche Verwendung strafbewehrt.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 10. März 2014 um 13:55 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Thomas Preuß und Thomas Preuß.

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