Sprachalarmanlage

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Eine Sprachalarmanlage SAA (auch Sprachalarmsystem SAS) ist eine elektroakustische Anlage (Beschallungsanlage), die aufgrund ihres besonderen Aufbaus und ihrer hohen Sprachverständlichkeit für Alarmierungs- und Evakuierungsaufgaben (Evakuierungsanlage) geeignet ist. Anforderungen an Aufbau und Betrieb finden sich z. B. in DIN EN 60849, DIN VDE 0833 Teil 4, DIN EN 54-16, DIN EN 54- 24, EN 54-4 und seit April 2012 in der neuen DIN 14675 "Brandmeldeanlagen - Aufbau und Betrieb" mit den Anforderungen an die Qualifikation von Fachfirmen und Personen für den Bereich Sprachalarmierunganlagen.

Hintergrund: Sprachalarmanlagen (SAA) gemäß DIN VDE 0833-4 „Festlegungen für Anlagen zur Sprachalarmierung im Brandfall“ müssen von einer Brandmeldeanlage (BMA) angesteuert werden. Somit gelten die Anforderungen der DIN 14675, die früher ausschließlich für BMA relevant waren, auch für SAA. Die aktuelle Version der DIN VDE 0833-4 ist seit 01.10.2014 gültig, die Übergangsfrist endet am 01.05.2015.[1]

In der alarmfreien Zeit können die SAA wie Beschallungsanlagen betrieben werden (Hintergrundmusik, Werbedurchsagen ).

Aufbau: SAA weisen eine Sprachalarmzentrale SAZ auf. Texte für den Alarmfall sind nichtflüchtig gespeichert und werden automatisch abgerufen. Mindestens ein Notfallmikrofon für die Feuerwehr ist vorzusehen. Die Verstärker und Lautsprecher sind zu überwachen, Havarieverstärker sind vorzusehen. Bei gestörter Netzversorgung muss automatisch eine unterbrechungslose Notstromversorgung Spannungsversorgung zur Verfügung stehen,über die der uneingeschränkte Betrieb der Anlage sichergestellt werden muss.


Einzelnachweis

  1. SecuPedia Aktuell: Normative Neuerungen in der Sprachalarmierung ab Mai 2015 verbindlich


Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 16. Dezember 2016 um 20:13 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Thomas Lowien, Admin und Joachim Herzog.

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