Sonderbauten

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Sonderbauten sind nach den Bauordnungen der Länder (vgl. dazu auch Musterbauordnung § 2) Bauten besonderer Art und/oder Nutzung. Ihr Kennzeichen ist eine von der Bauordnung nicht vollständig erfasste Nutzungsspezifik oder Ausführungsart (Gebäudehöhe bzw. -fläche), sodass in den speziellen Sonderbauvorschriften bzw. -richtlinien die besonderen Nutzungsbedingungen und Risiken erfasst und bewertet sind. Im Ergebnis dieser speziellen Bewertung werden auch besondere Maßnahmen beispielsweise zur Begrenzung oder Vermeidung bestimmter Brandschutzrisiken erforderlich. Solche Sonderbauten sind beispielsweise gekennzeichnet durch hohes Personenaufkommen, Ansammlung großer Mengen brennbarer Stoffe, Großräumigkeit, spezifische technologische Ausstattung, schlechte Zugängigkeit für die Feuerwehr, Hilfsbedürftigkeit der Personen usw. Beispiele dafür sind Hochhäuser, Verkaufsstätten, Krankenhäuser, Pflegeheime, Versammlungsstätten, Schulen, Garagen, Industriebauten, Beherbergungseinrichtungen, Gebäude zur Tierhaltung bzw. Tierproduktion, Lagergebäude usw.

Sofern für bestimmte Sondernutzungen keine Sonderbaurichtlinien zur Verfügung stehen, sind die Brandschutzmaßnahmen auf der Basis der jeweiligen Landesbauordnung (LBO) und eines objektkonkreten Brandschutzkonzeptes zu planen.

Für bestimmte Bereiche (z. B. Objekte der chemischen Industrie, Energieversorgungsanlagen, Bauten der Wasserwirtschaft oder Verkehrsanlagen) sind Brandschutzmaßnahmen nur auf dieser Basis (schutzzielorientiertes, risikoangepasstes und objektkonkretes Brandschutzkonzept) planbar.



Diese Seite wurde zuletzt am 26. August 2011 um 11:41 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Gert Beilicke.

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