Sicherheitsleitsystem

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Bei der Vernetzung von Sicherheitsanlagen in einem intelligenten Gebäude spielt das Sicherheitsleitsystem eine zentrale Rolle. Die Sicherheitsanlagen (Einbruchmeldung, Brandmeldung, Personenschutz, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Wächterkontrolle) werden über Datenschnittstellen mit dem Sicherheitsleitsystem in eine Gesamtanlage integriert.

Das Sicherheitsleitsystem ermöglicht die Überwachung aller gefährlicher Zustände, sowie die Fernbedienung und Zustandsabfrage der angeschlossenen Subsysteme.

Funktionen

Nebst der Alarmdarstellung nach Prioritäten, wird der Benutzer über eine standardisierte Benutzerschnittstelle mit Massnahmetexten, Einsatzplänen und integrierten Videosequenzen, die auf Farbgrafikmonitoren, PDA's, Pagern oder auf Videowänden angezeigt werden, mit Vorschlägen für die Intervention unterstützt. Alle Alarme und Benutzereingriffe werden protokolliert und in log-files, in Kombination mit Videosequenzen, abgelegt, was statistische Auswertungen sowie eine Rekonstruktion von kritischen Situationen ermöglicht. Bei der Visualisierung werden nebst grafischen Anlageplänen oft auch geografische GIS-Systeme (Geographic Information Systems) mit Zusatzinformationen integriert.

Sicherheitsleitsysteme bilden die Brücke zu Kommunikationsanlagen, Gebäudeleitsystemen und technischen Einrichtungen und kontrollieren den Meldungsaustausch zwischen den verschiedenen Systemen. Das Sicherheitsleitsystem dient dabei als Protokollwandler und Firewall gegen unerlaubte Zugriffe auf die Subsysteme.

Kommunikationstechnik

Die heutigen Sicherheitsleitsysteme sind meist Windows-basierte Mehrplatzsysteme, die mit TCP/IP und Internettechnologien untereinander vernetzt sind. Subsysteme und weitere Anlagen werden immer häufiger über Netzwerke und moderne Kommunikationsprotokolle (auch drahtlos) integriert. Wichtig ist, dass auch bestehende Sicherheitsanlagen mit proprietären seriellen Schnittstellen integriert werden können. Die Datensicherheit, Redundanz sowie die Ausfallsicherheit durch Störung oder Sabotage darf bei solchen vernetzten Systemen nicht vernachlässigt werden, besonders wenn die Bedienung über WEB-Clients erfolgt.


Videounterstützung

Neuere Systeme werden oft mit einer Oberfläche für die erweiterte Bedienung von Videosystemen ausgerüstet. Dies erlaubt eine vollständige Fernbedienung von CCTV-Anlagen, sowie die Integration von Bildspeichereinrichtungen. Daneben werden neuere Systeme auch oft mit Videomanagementsystemen, digitalen Video-Bildspeichern und Videobildauswerte-Systemen kombiniert. Nebst der vollständigen Bedienung der Videoüberwachungsanlagen ermöglicht dies eine automatische Alarmverifikation via CCTV, Speicherung oder Übertragung von Videosequenzen (Video-Bildübertragung) in kritischen Situationen sowie die standardisierte Abarbeitung von "Videoalarmen" aus der intelligenten Videoüberwachung (Video-Bildanalyse) wie z.B.: Bewegungsdetektion, Ein-, Ausbruchdetektion, Brandfrüherkennung, Fahrzeug- und Personenidentifikation, usw.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 15. Juni 2015 um 21:27 Uhr von Katharina Geutebrück geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Werner Straumann.

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