Ramm-Methode

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Mit der so genannten Ramm-Methode mit Fahrzeugen werden vor allem Einbrüche bei Schmuck- und Uhrengeschäften begangen. Neben dem Verlust der Waren entstehen häufig hohe Sachschäden an Gebäuden und Einrichtungen.

Es genügt bei gefährdeten Objekten nicht, die Peripherie, wie Schaufensteranlagen, Ladeneingangs- und Nebentüren zu schützen. Auch zusätzliche Verstärkungen an Schaufenstern und Ladentüren, Panzeralarmverglasungen, Panzerrollladen etc. sind kein ausreichender Schutz. Vielmehr muss zwingend der Perimeterbereich vor besonders gefährdeten Geschäften ins Sicherheitskonzept mit einbezogen werden und so gestaltet sein, dass eine Barrierenwirkung gegen Ramm-Fahrzeuge entsteht. Derartige Sicherheitsmassnahmen können durchaus attraktiv gestaltet werden.

Dieser Schutz kann durch verschiedene bauliche Massnahmen erreicht werden, entweder auf privatem Grundstück oder aber im öffentlichem Bereich. Bei Beanspruchung öffentlichen Grundes braucht es eine Kooperation zwischen der Behörde (örtliche Behörden, Stadtrat, Gemeinderat) und den Geschäftsbesitzern. Wichtige Argumente sind dabei z.B. die Attraktivität einer Einkaufsstrasse, das Sicherheitsgefühl der Bürger und letztlich das Renommee einer Stadt.

Danach müssen die Planer und Baubewilligungsbehörden die Machbarkeit von Lösungen und Umsetzungsmöglichkeiten studieren. Bei dieser Planungsphase sind u. a. Abklärungen nötig, im Zusammenhang mit vorhandenen Kanalisationen, Elektro-, Gas-, Telefon-, Wasserleitungen etc. sowie einer notwendigen Koordination mit Einsatzplänen von Notfalldiensten, z.B. der Feuerwehr.

Konkret kommen zahlreiche mögliche Lösungen in Betracht - zum Beispiel:

  • Massive befestigte Blumen- oder Grünpflanzentröge
  • Massiv gefasste und erhöhte Blumenrabatten
  • Festverankerte Sitzbänke
  • Festverankerte Naturstein- oder Eisenpoller evtl. mit massiven Ketten verbunden
  • Versenkbare Poller
  • Festmontierte Kunstobjekte (Kunst am/beim Bau)
  • gegebenenfalls Provisorien wie z.B. Natursteinblöcke etc.

Alle Hindernisse müssen so angeordnet und befestigt werden, dass sie nicht verschoben oder entfernt werden können und dass keine Fahrzeuge dazwischen durchfahren können.

Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 23. April 2013 um 15:16 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Kurt Burkhalter.

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