Plus-Lösung

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Begriff aus dem Umfeld der DGUV Vorschrift 25 (früher BGV C9 / GUV-V C9 bzw. UVV "Kassen") der gesetzlichen Unfallversicherer DGUVin Deutschland.

Über die Möglichkeiten der KBA-Stelle (Karte und PIN) hinaus ist auch eine biometrische Identifizierung des Kunden möglich. Auch sie darf frühestens nach 24 Stunden bzw. Datumswechsel plus acht Stunden wirksam werden. Eine zusätzliche Möglichkeit gibt es für Stellen, in denen zwei Beschäftigte beschäftigt sind. Beide zusammen können biometrisch ihre Anwesenheit nachweisen und dann gemeinsam eine Zahlung am KBA auch an solche Kunden veranlassen, die keine personenbezogene Bankkarte haben und biometrisch nicht erfasst sind.

Diese sogenannte "Plus-Lösung" soll einen wirtschaftlichen und zugleich sicheren Bargeldservice in kleinen Geschäftsstellen ermöglichen, ohne dass durchschusshemmende Verglasung eingebaut werden muss.

Voraussetzungen

  • Mindestens 1, zumindest zeitweise 2 Beschäftigte
  • System mit biometrischer Funktion (häufig in Zeitverschlussbehältnissen integriert)
  • Geldausgabeautomat, an dem der Kunde das Geld entnimmt
  • Wahlweise Zusammenwirken von 2 Beschäftigten oder Beschäftigte(r) + Kunde. Anwesenheit der Beschäftigten muss biometrisch gesichert sein.
  • Nebenbestände und Hintergrundbestände müssen ebenfalls biometrisch abgesichert sein.
  • Zeitverzögerung: Innerhalb 30 Sekunden bis € 5.000, nach 30 Sekunden bis zu 2 Minuten insgesamt (also auch an verschiedene Kunden) € 10.000, pro Tag und Kunde maximal € 5.000, die Auszahlung über White-Cards (nicht personenbezogene Karten zur einmaligen Verwendung durch den Kunden, denen im System ein Betrag zugeordnet wird) ist auf € 5.000 beschränkt.
  • Zeitverschlussbehältnis: Mit gleichen Höchstbeträgen und Zeitverzögerungen, aber anderen Banknoten als im KBA verfügbar. Entnahme nur durch zwei biometrisch identifizierte Beschäftigte. Die Banknoten werden auch durch Beschäftigte an den Kunden ausgehändigt.
  • Depositfach: Enthält vorbereitetes, gezielt für einen Kunden abgezählte Banknoten, die nach biometrischer Identifizierung des Kunden und eines Beschäftigten oder zweier Beschäftigter entnommen werden können.
  • In den Auszahlungsvorgang integrierte Alarmauslösungsmöglichkeit.
  • Einpflegen von biometrischen Daten des Kunden geschieht durch Beschäftigte der Geschäftsstelle.
  • Einpflegen biometrischer Daten der Beschäftigten erfolgt durch einen Administrator, der normalerweise nicht in der Geschäftsstelle anwesend ist.
  • Automatenbefüllung durch zwei anwesende Beschäftigte (biometrisch kontrolliert) ist zulässig.
  • Für White-Cards (nicht personenbezogene Karten zur einmaligen Verwendung durch den Kunden, denen im System ein Betrag zugeordnet wird) gilt: Entweder muss die Ausgabe aus dem Kartenspender oder bei offener Aufbewahrung die Zuordnung des Auszahlungsbetrags biometrisch abgesichert sein. Dazu kommt je nach Betrag noch eine Zeitverzögerung bis zur tatsächlichen Auszahlung.


Einzahlungen

Für Einzahlungen sollte in einer KBA-Stelle ein Einzahlungsautomat oder ein Abwurfbehältnis - mit Zeitverschluss - bereit stehen.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 27. Juli 2014 um 08:36 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Rainer Hannich und Admin.

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