PVB-Folie

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PVB Polyvinyl-Butyral-Kunststoff-Folien wurden zur Herstellung von Verbundsicherheitsgläsern (EN ISO 12543) entwickelt. Sie haben die Eigenschaft, Glasscheiben derart miteinander zu verbinden, dass im Falle eines Glasbruches die Splitter an der PVB-Folie haften und kaum abgelöst werden können. Die PVB-Folie ist ein zäher Kunststoff mit einer Reißdehnung von über 200%.

PVB-Folien werden von den Herstellern in Dicken von 0,38 mm und 0,76 mm geliefert. Bei einbruchhemmenden Verbundgläsern ist die Foliendicke maßgebend für den Widerstand der Scheibe. Es ist daher möglich, bis zu 8 Folien von 0,76 mm übereinander zu legen und im sogenannten Autoklav-Verfahren unter Druck und Hitze unter sich und mit dem Glas zu verbinden.

Bei der Verwendung von Verbundsicherheitsglas, das mit PVB-Folien gefertigt wurde, ist darauf zu achten, dass tiefe Temperaturen das PVB erhärten und in seiner Elastizität und Reißfestigkeit beeinträchtigen. Beim Einbau sind die Richtlinien der Verbundglashersteller zu beachten. Durch die Verwendung ungeeigneter Dichtstoffe oder Versiegelungen können Folien-Ablösungen entstehen, ebenso durch Feuchtigkeit. Deshalb muss der Rand vor Dauerfeuchtigkeit geschützt werden, z.B. durch Dränage im Falzbereich, auch bei rahmenloser Verglasung.

Die Qualitätsprüfung der PVB-Folien erfolgt durch die Hersteller, deren Prüfmethoden unterschiedlich sind.

Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 29. Juli 2011 um 16:09 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Dieter Balkow und Christoph Schmalt.

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