Optische Raumüberwachungsanlagen

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Optische Raumüberwachungsanlagen (ORÜA) sind Kamera-/Aufzeichnungssysteme, die wesentliche Phasen eines Raubüberfalls auf Kreditinstitue und Geldwechselinstitute festhalten können.

ORÜA sind gemäß der Berufgenossenschaftlichen Vorschrift DGUV Vorschrift 25 (früher BGV C9 / GUV-V C9 bzw. UVV "Kassen") der gesetzlichen Unfallversicherer in Deutschland in Kreditinstituten für alle öffentlich zugänglichen Bereiche zwingend vorgeschrieben, in denen Banknoten von Versicherten (also von Bankmitarbeitern) ausgegeben oder angenommen werden. Sie müssen so installiert sein, dass alle wesentlichen Phasen eines Überfalls optisch wiedergegeben werden können. Was dabei im Einzelnen zu beachten ist, ergibt sich aus speziellen Installationshinweisen für "ORÜA", die von den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern herausgegeben worden sind und die Fotokameras und Videoaufzeichnungssysteme zulassen. Sie regeln sowohl technische Details (Bildfolge, Negativformat, Belichtungszeit, Auslösung) als auch Einzelheiten der Anbringung (Aufstellungsort, Bildbereich, Lichtverhältnisse). Mindestens einmal monatlich muss die Optische Raumüberwachungsanlage auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden. Außerdem sind beim Einsatz von Fotokameras bei jedem Filmwechsel (entsprechend der Haltbarkeit des Filmmaterials) Probeaufnahmen zu machen und mit diesen die Aufnahmebedingungen zu kontrollieren.

Als wesentliche Vorteile der Videotechnik gelten die Möglichkeit einer permanenten Aufzeichnung (sie liefert also auch Bilder, wenn während des Überfalls der Alarm nicht ausgelöst werden kann. Die Aufzeichnung muss lediglich nach dem Überfall gestoppt werden, damit die Bilder auf dem Speichermedium nicht überschrieben werden), die Aufzeichnung in Farbe, die schnelle Verfügbarkeit der Bilder ohne Filmentwicklung und die unmittelbare elektronische Übertragungsmöglichkeit.

Videokameras sind so zu projektieren und zu installieren, dass auf den von ihnen wiedergegebenen Bildern bestimmte Strukturen von zwei Prüftafeln zu erkennen sind. Diese Prüftafeln (siehe Abbildung) können bei den gesetzlichen Unfallversicherern bezogen werden.

Prüftafeln

Diese beiden Prüftafeln sollen eine einwandfreie Installation der Überfallkameras ermöglichen. Beide messen 21 x 29,5 cm (DIN A 4). Die senkrechte "Prüftafel zum Erkennen des Täters/Verdächtigen" muss beim Test in Höhe eines von der Kamera zu erfassenden Bereichs von 1,50 m Breite aufgenommen werden. Auf dem Bild muss der Bereich "C" noch klar zu erkennen sein. Die waagrechte "Prüftafel zum Erfassen der wesentlichen Phasen eines Überfalls" muss in einem von der Kamera zu erfassenden Bereich von 6m Breite aufgenommen werden und dabei die weißen Balken bei der Ziffer "2" erkennen lassen.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 25. Juli 2017 um 12:29 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Astrid Jung und Admin.

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