Open Data

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Open Data steht in Deutschland für das frei zugänglich machen von öffentlichen Verwaltungsdaten. Dabei sollen Information, Anwendung und Daten mit der Bevölkerung und intern in der Verwaltung geteilt und verknüpft werden.

Open Government

Im angelsächsischen Sprachraum ist der Begriff Open Government die Bezeichnung für Bereitstellung von Informationen durch die Verwaltung für die Bevölkerung. Open Government soll Transparenz, Teilhabe, Zusammenarbeit, Innovation und den Gemeinsinn fördern. Durch Internettechniken wird die Bevölkerung und Wirtschaft an den Daten der Verwaltung beteiligt.


Kriterien

Neben dem IT-Planungsrat, den verschiedenen Initiativen, der Bundesbeauftragten für Informationstechnologie[1] sind es vor allem die Ideen der Bürger und der Verwaltung, die Kriterien für Open Data entwickeln und festzulegen. Rechtliche Schranken liegen insbesondere beim Schutz von personenbezogenen Daten, sicherheitsrelevanten Daten oder Privat-, Betriebs-, und Dienstgeheimnissen.


EU: Digitale Agenda

Mit der EU-Richtlinie 2003/98/EG[2] über die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors - in Deutschland umgesetzt im [www.bmwi.de/DE/Service/gesetze,did=276342.html Informationsweiterverwendungsgesetz (IWG)] sind eine Reihe erster Maßnahmen[3] eingeführt. Die Strategie der EU-weiten Erschließung von Open Data besteht aus drei Teilen:

  • Die Kommission geht mit gutem Beispiel vorangehen und macht der Öffentlichkeit ihre Informationsschätze kostenlos zugänglich.
  • Überall in der EU sollen gleiche Wettbewerbsbedingungen in Bezug auf offene Daten geschaffen werden.
  • Finanzielle Mittel für Forschungarbeiten (im Zeitraum 2011–2013) über bessere Technologien für den Umgang mit diesen Daten sollten die Nutzung fördern.

2013 sind in der EU neue Bestimmungen über die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors (PSI-Richtlinie - Richtlinie 2013/37/EU vom 26. Juni 2013 Änderungsrichtlinie) in Kraft getreten. Diese sind bis zum 18. Juli 2015 in deutsches Recht umzusetzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat den entsprechenden Gesetzentwurf unter http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Gesetz/entwurf-eines-gesetzes-ueber-die-weiterverwendung-von-informationen-oeffentlicher-stellen,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf veröffentlicht und zur Diskussion gestellt[4]. Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister Vitako hat hierzu eine Stellungnahme verfasst. Vitako begrüßt darin zunächst grundsätzlich den Gesetzentwurf; es sollte jedoch unterlassen werden, über das europäische Recht hinausgehende Verpflichtungen zu normieren. Zudem solle ein direkterer Bezug zu Open Data hergestellt werden, indem man den Begriff "Datenweiterverwendung" anstelle von "Informationsweiterverwendung" verwendet. Auch sollten Konflikte mit dem E-Government-Gesetz beseitigt werden, beispielsweise dass bei der Veröffentlichung von Daten freigestellt wird, ob sie in maschinenlesbaren Formaten vorliegen.[5]


Nationale E-Government Strategie

Die Nationale E-Government Strategie (NEGS) wurde am 24. September 2010 vom IT-Planungsrat beschlossen. Bund, Länder und Gemeinden sollen sich verständigen, wie sie zukünftig die elektronische Abwicklung von Verwaltungsangelegenheiten über das Internet weiterentwickeln[6].


Apps4Deutschland

Unter dem Begriffen Apps für Deutschland, Apps für Berlin und Apps für Bremen laufen Wettbewerbe mit dem Ziel, den Bedarf, welche Daten für Wirtschaft und Bürger nützlich sind, zu ermitteln und gleichzeitig ein Angebot zu generieren.

Träger des Wettbewerbs Apps4Deutschland[7] sind das Open Data Network, die Open Knowledge Foundation Deutschland und das Government 2.0 Netzwerk Deutschland mit Unterstützung durch den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), die Landesinitiative „Projekt Zukunft“ aus Berlin sowie durch die Freie Hansestadt Bremen. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Innern.


Weblinks


Einzelnachweise

  1. Kriterien für Open Data; Interview mit Cornelia Rogall-Grothe, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik vom 05.08.2011
  2. RICHTLINIE 2003/98/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
  3. Public Sector Information - Raw Data for New Services and Products - EU Information abgerufen am 12.12.11
  4. SecuPedia Aktuell: Open Data: Informationen des öffentlichen Sektors für die digitale Wirtschaft nutzen
  5. Vitako-Stellungnahme zum IWG-Gesetzentwurf
  6. Nationale E-Government Strategie (NEGS) - IT-Planungsrat
  7. Apps4Deutschland Wettbewerb


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 4. Dezember 2015 um 10:34 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Oliver Wege, Admin und Markus Albert.

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