Netzneutralität

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Der Begriff Netzneutralität umfasst den gleichberechtigten Transport aller Daten gleich schnell und in gleicher Qualität.

Entwicklung

Unterteilt man das Internet in verschiedene Gruppen, so gibt es Nutzer, Inhalte-Anbieter und Netzbetreiber. In Europa unterscheiden Netzbetreiber nicht, welche Nutzer welche Inhalte von welchem Inhalte-Anbieter anfordern.


Pro und Contra

Contra

Die Netzbetreiber argumentieren aber, dass der weltweite Bedarf an Bandbreite seit Jahren steige und irgendwann das Internet langsam werde. Um den weiteren Ausbau zu finanzieren, sollten daher Premiuminhalte die von vielen Nutzern abgerufen werden, anders behandelt und abgerechnet werden als beispielsweise private Informationsseiten. Somit soll quasi eine kostenpflichtige Überholspur eingebaut werden. Ein Anbieter müsste dann extra dafür zahlen, dass seine Seiten schnell zum Nutzer gelangen.


Pro

Die Befürworter der Netzneutralität nutzen oft den Begriff „Zwei-Klassen-Internet". Bei einem „Zwei-Klassen-Internet" wird befürchten, dass es zu einer Monopolisierung der Dienste und Inhalte kommt.

Zugang zum Internet gehört für die Befürworter zur Grundversorgung, der Zugang zum Internet ist eine „politische Aufgabe“. Dabei wird auch der Vergleich mit der Medizin und dem Straßenbau herangezogen. Würde der Staat nicht Straßenschäden beseitigen und der Krankenwagen würde dadurch ausgebremst, käme niemand auf die Idee, Privatstraßen für Rettungswagen zu bauen, so die Argumentation.


weitere Kritikpunkte

Kritiker und Datenschützer werfen Netzbetreibern vor, dass diese bei der Klassifizierung von Paketen gegen das Kommunikationsgeheimnis verstoßen. Beispielsweise in der sogenannte Deep Packet Inspection (DPI).


EU-Gesetzgebung

Das EU-Parlament konnte sich nicht eindeutig für die "Netzneutralität" entscheiden. Zwar votierten die EU-Abgeordneten für den ausgehandelten Kompromiss, aber der Begriff Netzneutralität kommt darin nicht vor. Gestattet wird den Netzbetreibern ein angemessenes Verkehrsmanagement. Die Netzbetreiber dürfen damit Pakete klassifizieren um ihr Netz sicher zu betreiben oder eine drohende Netzüberlastung zu vermeiden.


Weblinks


Siehe übergeordnete Stichworte


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 30. Oktober 2015 um 09:58 Uhr von Oliver Wege geändert. Basierend auf der Arbeit von Peter Hohl und Markus Albert.

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