Namensauflösung

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

Anzeige
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Namensauflösung bezeichnet die Übersetzung von numerischen Adressen in lesbare Namen. Die einzelnen Services zur Beantwortung der Namensauflösung werden damit zum Verbinden von Netzen genutzt.

Zur Namensauflösung kommen mehrere Verfahren zum Einsatz, die in einer Reihenfolge abgefragt werden, bis eines eine gültige Antwort liefern konnte.

DNS

DNS steht für Domain Name System, einem System für die Umwandlung von Host-und Domainnamen in IP-Adressen im Internet oder in lokalen Netzwerken, die das TCP/IP-Protokoll verwenden.

DNS-Spoofing

DNS-Spoofing bezeichnet ein Verfahren, bei dem der anfragenden Client eine Antwort mit einer falschen Absender-IP-Adresse untergeschoben wird, so dass dieser auf eine falsche Web-Seite gelenkt wird.

DNS von Google

Normalerweise wird der DNS-Dienst vom Internet-Provider gestellt. Man kann aber auch den weltweiten DNS-Dienst von Google nutzen (IP-Adresse: 8.8.8.8), der insbesondere gegenüber kleineren Providern erhebliche Geschwindigkeitsvorteile haben kann. Allerdings erkauft man sich diesen Geschwindigkeitsvorteil dadurch, dass man Google eine weitere Datenquelle öffnet.


APIPA

APIPA steht für Automatic Private IP Addressing, einer Windows-Funktion, die automatische DHCP-Adressierung zur Verfügung stellt. APIPA weist die IP-Adressen einer Klasse B (z.B. von 169.254.0.0 bis 169.254.255.255) an die Clients zu, wenn ein DHCP-Server entweder dauerhaft oder vorübergehend nicht verfügbar ist. APIPA ist für kleine, nicht-routbare Netzwerke gedacht. Wenn ein DHCP-Server verfügbar ist, wird die APIPA-Adresse ersetzt.


DHCP

DHCP steht für Dynamic Host Configuration Protocol, einer automatischen Zuweisung von temporären IP-Adressen an Client-Rechnern in einem IP-Netzwerk. Wenn bei einem Client, Router oder Server DHCP aktiviert ist, entfällt die Notwendigkeit, "statische" IP-Adressen zuzuweisen. In einem Heimnetzwerk ist DHCP in der Regel im WLAN-Router oder LAN-Router eingestellt. Viele VoIP-Telefone benutzten DHCP.

DHCP-Risiken

Das Risiko, Datenverkehr und Internettelefonate mitzuschneiden, sofern sich der Angreifer im selben Netzwerk befindet, ist über ein “offenes WLAN” oder über unzureichende Schutzvorkehrungen im LAN binnen Sekunden möglich.


WINS

WINS steht für Windows Internet Naming Service, einer Namensauflösungs-Software von Microsoft. WINS wandelt NetBIOS-Namen zu IP-Adressen.

NETBIOS

NetBIOS steht für Network Basic Input Output System und dient der Kommunikation zwischen zwei Programmen über ein Netzwerk. Die Zuordnungen von Namen wird dabei per Broadcast an alle Teilnehmer bekanntgegeben.


LMHOSTS-Datei

LM steht für LAN Manager HOSTS-Datei. Dies ist eine Textdatei in einem Windows-Netzwerk, die die Namensauflösung von NetBIOS-Host-Namen zu IP-Adressen ermöglicht. Die LMHOSTS-Datei ist das Windows-Pendant zu den HOSTS-Dateien in Unix.


Kontrolle

Über die Kommandozeile kann man über die Befehle "ipconfig /displaydns" und "nslookup" Fehlersuche zur Namensauflösung betreiben.


Weblinks


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 17. Oktober 2014 um 17:35 Uhr von Oliver Wege geändert. Basierend auf der Arbeit von Markus Albert.

Anzeigen