Mobile Absicherung und Überwachung von Personen und Objekten

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Neben stationären Einrichtungen können über eine Leitstelle auch mobile Objekte, wie Fahrzeuge, Container, Trailer, Wechselbrücken, Baumaschinen und Schiffe sowie Personen abgesichert und überwacht werden.

Übertragungstechnik

Die Übertragungsdienstleistung stützt sich auf Notrufhandys oder Telematikgeräte mit GSM-Mobiltelefontechnik (GSM) und satellitengestützter Ortung über GPS (Global Positioning System). Eine Ortung allein innerhalb des GSM-Netzes (GSM-Ortung) wird zunehmend eingesetzt. Hierbei ist zu beachten, dass die Genauigkeit der Ortung ins Besondere außerhalb der Ballungsgebiete eingeschränkt ist. Im Vergleich zur GSM-Ortung ist die GPS-Ortung (Satellitenortungssystem) wesentlich genauer. Zu beachten sind die technischen Bedingungen im Hinblick auf die Sichtverbindung zu den Satelliten. In Gebieten, die nicht durch GSM-Netze abgedeckt sind, können auch satellitengestützte Kommunikationssysteme, wie das Iridium-System eingesetzt werden. Die Endgeräte kommunizieren hier direkt mit den Satelliten und können weltweit benutzt werden, z.B. auch auf hoher See. Der Satellitenverbund ist über mehrere Gateways mit den bestehenden erdgebundenen Telefonnetzen verbunden.

Funktionsprinzip Mobile Personen- und Objektabsicherung (Beispiel: Leitstellen des Bosch Communication Center)


Alarmierung und Lokalisierung

Notrufe und Alarme meldet das Endgerät direkt an eine Leitstelle. Per SMS oder IP Datenverbindung werden die Positionsdaten übermittelt und auf einer hochauflösenden Karte visualisiert. Die hilferufende Person oder das mobile Objekt kann so bis auf wenige Meter genau lokalisiert werden. Gleichzeitig kann eine Sprechverbindung zum Gerät aufgebaut werden, so dass die Leitstellenmitarbeiter mit dem Hilferufenden sprechen oder bei einem stillen Alarm in die Situation hineinhören können. Nach einer qualifizierten Alarmvorprüfung leitet die Leitstelle unverzüglich die mit dem Nutzer ab-gestimmten (Hilfs-) Maßnahmen ein. Alle Maßnahmen werden überwacht und bis zum Abschluss dokumentiert.


Weitere Funktionen

Ein Notruf/Alarm kann aktiv durch Tastendruck am Gerät oder durch berechtigte Dritte (z.B. Sicherheitsbeauftragter einer Firma) ausgelöst werden. Mit den Telematikgeräten können auch Gebiete oder Routen überwacht werden, , die sie nicht verlassen oder betreten sollen (Geo-Fencing). Verlässt der Träger oder das überwachte Objekt das vorgegebene Gebiet, wird automatisch Alarm ausgelöst. Dies gilt ebenso, wenn von einer festgelegten Route abgewichen oder ein definierter Standort verlassen wird. Über Sensoren können zusätzliche Daten (Temperatur, Erschütterung, RFID) erfasst und an die Leitstelle gemeldet werden, um z.B. die Einhaltung der Kühlkette bei Kühltransporten sicherzustellen. Ebenso kann der Fahrzeugführer bei einem Überfall die Leitstelle mit einem eingebauten Notruftaster unbemerkt um Hilfe rufen. Neben sicherheitsrelevanten Dienstleistungen lassen sich auch die routenoptimierte Steuerung von Serviceorganisationen oder die Überwachung von Betriebsdaten realisieren.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 30. Januar 2013 um 21:11 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Bernd Schirrmann.

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