LBO

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LBO steht für die Landesbauordnungen. Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wurden die Kompetenzen für die Gesetzgebung geregelt und dabei den Ländern weitreichende Befugnisse eingeräumt (Konkurrierende Gesetzgebung). Im Prinzip gilt, dass die Länder nur dann nicht zuständig sind, wenn bundeseinheitliche Regelungen zwingend erforderlich sind.

Auf dieser Grundlage wurden in allen Bundesländern (und Freistaaten) Landesbauordnungen erlassen. Diese LBO fußen auf der zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen MBO der ARGEBAU, weichen aber in Details von dieser und voneinander ab. Insbesondere im baulichen Brandschutz sind diese Abweichungen (zum Beispiel die Überdachführung von Brandwänden) technisch nicht zu begründen. Nach der Wiedervereinigung wurden auch in den neuen Bundesländern Landesbauordnungen erlassen; auch hier sind diese nicht einheitlich.

Die Landesbauordnungen dienen der Sicherstellung öffentlicher Belange; die Sachschutzanforderungen, die in anderen technischen Regelwerken zu finden sind, werden hier nicht als Grundlage genommen.

Am Beispiel der LBO des Landes NRW soll dies verdeutlicht werden:

Zitat:
㤠3 Allgemeine Anforderungen
(1) Bauliche Anlagen sowie andere Anlagen und Einrichtungen im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 2 sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit oder die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht gefährdet wird. ... „

Der Schutz von privaten Sachwerten wird deshalb in anderen, meist zivilrechtlichen, Richtlinien behandelt.


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 28. Mai 2011 um 07:44 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Dieter Schmitt.

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