Kettenbriefe

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Kettenbriefe funktionieren nach dem Schneeballsystem. Jeder Empfänger sendet den (elektronischen) Brief an mehrere Personen weiter und verbreitet ihn somit. Üblicherweise ist auch immer Geld mit im Spiel (sogenannte Gewinnspiele). Dabei soll man einen bestimmten Betrag an die erste Adresse einer Liste senden und darf sich dafür selbst an die unterste Stelle dieser Empfängerliste setzen. Nach diesem Mechanismus soll man immer weiter nach oben wandern und nach einiger Zeit selbst als Inhaber der Spitzenposition Geld von den Empfängern zugeschickt erhalten. Auf dem Papier sehen derartige Rechenbeispiele immer sehr plausibel aus, aber in der Praxis funktionieren sie nicht. Kettenbriefe zielen üblicherweise auf Mitleid, Habgier oder Aberglaube ("Wenn Sie diesen Brief nicht weiter senden, wird Ihnen schreckliches zustoßen...") ab. Bei Kettenbriefen ist auch zu beachten, das diese teilweise gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen (Wettbewerbsrecht). Experten raten daher generell dazu, die Hände von Kettenbriefen oder Kettenspielen zu lassen.

Beispiel "Mit Liebe"-Kettenbrief:

Mit Liebe ist alles moeglich Dieser Brief wurde an Dich geschickt, damit Du Glueck hast. Das Original ist in Neuseeland entstanden und neun Mal um die Welt gereist. Jetzt wurde das Glueck an Dich gesandt. Du wirst Glueck haben innerhalb der naechsten vier Tage, nachdem Du diesen Brief erhalten hast. Du musst ihn allerdings weitersenden. Dies ist kein Witz und auch kein kommerzieller Kettenbrief. Du wirst Glueck erhalten per Post. Sende kein Geld, sondern Kopien oder Abschriften an Menschen, von denen Du denkst dass sie Glueck gebrauchen koennen. Sende wie gesagt kein Geld. Denn das menschliche Los hat keinen Preis. Halte diesen Brief nicht in Deinem Besitz. Du musst ihn innerhalb von 96 Stundem nach Erhalt weitersenden.

Elektronische Kettenbriefe werden per E-Mail verschickt und verbreiten sich entsprechend schnell, ohne Portoaufwand für den Verbreiter und ohne Rücksicht darauf, wie oft ein Empfänger die Nachricht schon bekommen hat. Dies kann in Unternehmen zu Belastungen und Behinderungen des E-Mail-Verkehrs führen. Auf keinen Fall sollten Kettenbriefe im unternehmensinternen Netz weiterverbreitet werden. Handelt es sich um eine angebliche Viren-Warnung, die man an möglichst viele Bekannte weitergeben soll, der aber keine wirkliche Gefahr zugrundeliegt, spricht man von Hoaxes.


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Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 6. Februar 2015 um 10:41 Uhr von Oliver Wege geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Ralph Dombach.

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