Hybride Bedrohung

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Als "hybrid" gilt eine Bedrohung laut Europäischer Kommission, wenn konventionelle und unkonventionelle Methoden durch staatliche und nichtstaatlich Akteure in koordinierter Weise eingesetzt werden, ohne dass die Schwelle eines offiziell erklärten Krieges erreicht wird. Ziel sei dabei "nicht nur, unmittelbaren Schaden anzurichten, sondern auch Gesellschaften zu destabilisieren und Entscheidungsfindung zu behindern"[1].

Abwehr

Zur Abwehr hybrider Bedrohungen hat die Bundesregierung ein ressortübergreifendes Netzwerk eingerichtet, das "im Eventualfall eine schnelle gesamtstaatliche Reaktion ermöglichen soll"[2]. "Auch Propaganda und Desinformation" betrachte die Regierung als Teilaspekte eines hybriden Szenarios, führt sie aus. Der Einsatz weiterer hybrider Mittel sei ihr in Deutschland aber nicht bekannt.

"Staatliche und gesamtgesellschaftliche Resilienz" seien die Grundvoraussetzungen, um hybride Gefährdungen zu verhindern, schreibt die Bundesregierung weiter. Dazu müssten relevante Politikbereiche effektiv vernetzt und kritische Infrastrukturen besser geschützt werden. Sie plane, in Kürze das neue Konzept "Zivile Verteidigung" vorzustellen, das einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen darstelle.


Europäische Sicht

Auf europäischer Ebene ist mit der "EU Hybrid Fusion Cell" bereits eine Analyseeinheit für hybride Bedrohungen eingerichtet worden. Mit Blick auf hybride Bedrohungen haben die EU und die NATO am 8. Juli 2016 beschlossen, beim Austausch von Informationen und nachrichtendienstlichen Erkenntnissen stärker zu kooperieren und ihre Verfahren beim Umgang mit hybriden Bedrohungen aufeinander abzustimmen.


Einzelnachweis

  1. SecuPedia Aktuell: Abwehr hybrider Bedrohungen
  2. Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 8. Mai 2017 um 15:23 Uhr von Jan Wolter geändert. Basierend auf der Arbeit von Peter Hohl.

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