Hoaxes

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Bei einem Hoax (engl. für Jux, Scherz, Schabernack; auch Schwindel) handelt es sich im Wesentlichen um eine Falschmeldung, eine "Zeitungsente". Durch die steigende Vernetzung und Nutzung von E-Mail, sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten werden Hoaxes immer beliebter. Irgendjemand denkt sich eine plausibel klingende Meldung aus, gibt etwas Rahmentext dazu und verteilt diese Meldung dann per E-Mail an andere Leute.

Meistens enthält der Hoax auch noch den Hinweis, diese Mitteilung doch an möglichst viele andere Menschen weiterzuleiten, da man ja vor einer Gefahr warnt, ein Schnäppchen anbietet oder einfach jemandem damit helfen will. Hoaxes sind aber frei erfunden und werden oft auch mit einem gefälschten Absender versehen, um das ganze seriöser erscheinen zu lasen. Oft werden dabei Firmen oder Behörden zitiert, die von der ganzen Angelegenheit nichts wissen. Einer der bekanntesten Hoaxes war der "Good Times-Hoax". Bei dieser Falschmeldung wurde davor gewarnt, eine E-Mail zu öffnen, die den Betreff "Good Times" hat. Denn ansonsten würde ein Computervirus, sofort die Festplatte löschen. Generell wird immer wieder gerne vor angeblich neuen Computerviren gewarnt, die noch kein Virenscanner erkennt, die aber höchst gefährlich sind und per E-Mail verbreitet werden.

Aber auch angebliche Schnäppchen werden als Basis für einen Hoax genutzt. So kann man angeblich Geld damit verdienen, indem man eine Werbe-E-Mail weiterleitet. Für jeden zusätzlichen Adressaten werden dabei bis zu 240 US$ gezahlt. Hoaxes können dabei den verschiedensten Themengebieten zugeordnet werden. Denkbar sind z.B. Falschmeldungen aus den Bereichen Aktienhandel, Wirtschaft, Nahrungsmittel, Umweltschutz und der Computerbranche. Um zu unterscheiden, was nun eine seriöse Mitteilung ist und bei welcher Mitteilung es sich um einen Hoax handelt, empfiehlt es sich im Internet die entsprechenden Seiten aufzusuchen. Üblicherweise informieren Sicherheitsdienste aber auch die Hersteller von Virenscannern zuverlässig über aufgetretene Falschmeldungen. Hoaxes kosten Geld und Ressourcen und sollten daher nicht weiter verteilt werden.

Die Zahl der Hoaxes wächst ständig weiter. Eine im Internet veröffentlichte Liste der TU Berlin führt erwiesene Hoaxes und/oder Kettenbriefe auf, die im deutschsprachigen Raum kursieren: http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/hoaxlist.shtml

Die Urheber scheuen zum Teil auch nicht den Aufwand für "klassische" Verbreitungsmethoden. So wurde 2014 in Sachsen ein Infoblatt verteilt, das mit dem gefälschten Absender des Landeskriminalamtes vor Damenhandschuhen warnte, in denen angeblich feine Nadeln den Trägerinnen Drogen verabreichen[1].


Einzelnachweis

  1. SecuPedia Aktuell: Falsche Informationen und problematische Kettenbriefe


Siehe übergeordnete Stichworte


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 8. Mai 2017 um 19:45 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Oliver Wege und Ralph Dombach.

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