Hacking

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Hacking, als "bloßes" Eindringen in fremde DV-Systeme, war in Deutschland - als vermeintliches Kavaliersdelikt - lange Zeit nicht mit strafrechtlicher Ahndung bedroht. Diese Situation hat sich mit dem zum 10. August 2007 verkündeten Strafrechtsänderungsgesetz zur Bekämpfung der Computerkriminalität grundlegend geändert. Der neu gefasste § 202 a des Strafgesetzbuches (StGB), der den "elektronischen Hausfriedensbruch" normiert, stellt nicht nur das unbefugte Verschaffen besonders gesicherter Daten, sondern bereits die Erlangung des Zugangs zu solchen Daten unter Strafe. Es kommt insofern also nicht mehr darauf an, ob Daten in größerem Umfang von einem fremden Rechner heruntergeladen oder "nur" am eigenen Bildschirm betrachtet werden.

Für eine Strafbarkeit nach § 202 a StGB ist es nach dem Wortlaut des Gesetzes allerdings nach wie vor entscheidend, dass das Ausspähen "unter Überwindung der Zugangssicherung" geschehen sein muss. Jedoch soll dieses zusätzliche Tatbestandsmerkmal gem. den Gesetzesmaterialen lediglich der Klarstellung dienen und weit auszulegen sein.

Vergleichbar ist die Rechtslage in der Schweiz. Nach Art. 143bis StGB macht sich nur strafbar, wer unbefugterweise in ein besonders gesichertes Datenverarbeitungssystem eindringt.

Auch in Österreich ist nach dem mit dem Strafrechtsänderungsgesetzes 2002 eingeführten § 118a StGB (Widerrechtlicher Zugriff auf Computersysteme) Hacking nur dann strafbar, wenn spezifische Sicherheitsvorkehrungen umgangen werden.

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Diese Seite wurde zuletzt am 29. Juli 2011 um 12:01 Uhr von Oliver Wege geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Walter Opfermann.

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