Funkstreckenverlängerer

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Funkstreckenverlängerer sind technische Hilfsmittel, mit denen Keyless-Entry-Systeme überlistet werden können. Sie bestehen aus zwei Teilen, dem "Car-Scanner" und dem "Key-Scanner". Während der Car-Scanner nahe an der Antenne, zumeist in Fahrertürnähe platziert wird, muss sich der Key-Scanner in der Nähe des Fahrzeugschlüssels befinden. Nach der Signalübertragung wird der Car-Scanner in den PKW gelegt, so dass das Fahrzeug gestartet werden kann.

Das Prinzip der Funkstreckenverlängerer beruht auf der Verlängerung der Signale, die zwischen dem Fahrzeug und dem Fahrzeugschlüssel ausgetauscht werden. In der Praxis sieht das Vorgehen der Täter folgendermaßen aus: Einer steht mit einem Car-Scanner in der Tasche am Fahrzeug und ein weiterer Täter mit einem Scanner in der Nähe der Haustür, da viele Autofahrer ihren Autoschlüssel in der Nähe der Haustür aufbewahren.

Die Funkstreckenverlängerer passen in eine handelsübliche Aktentasche. Auf diese Art und Weise können die Täter ohne Probleme und ohne Spuren zu hinterlassen innerhalb kürzester Zeit das Fahrzeug öffnen und wegfahren.

Auf die Schwachstelle machten Wissenschaftler nach Presseberichten[1] bereits 2011 aufmerksam. 2015 berichtete die Polizei von konkreten Fällen, in denen hochwertige Pkw mit der Masche gestohlen wurden[2].

Teilweise wurde auch von Polizeidiensstellen der Begriff "Funkwellenverlängerer" benutzt. Dieser wurde jedoch zugunsten des korrekten Begriffs "Funkstreckenverlängerer" bzw. "Reichweitenverlängerer" zurückgezogen.


Einzelnachweis

  1. z.B.: Der Standard vom 20.01.2011
  2. SecuPedia Aktuell: Diebe nutzen modernste Technik, um Fahrzeuge zu stehlen



Diese Seite wurde zuletzt am 17. November 2015 um 15:10 Uhr von Peter Hohl geändert.

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