Foyer-Sicherheit

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Foyers von Geldinstituten, die für die Kundenselbstbedienung auch außerhalb der Geschäftszeiten eingerichtet sind, bedürfen besonderer Sicherheitsmaßnahmen:

  • Zutrittskontrolle und Automatic-Türen. Die ec- oder eine besondere Karte verschafft dem Kunden Zugang zum Foyer. Um die Verfügbarkeit auch bei einer Beschädigung des Ausweislesers zu erhalten, gibt es Leser mit einem Schnellwechsel-Modul. Schiebetüren müssen für den Gefahrenfall entweder mit zusätzlichen Drehbeschlägen ausgestattet sein oder eine redundant ausgelegte Antriebs- und Steuerungstechnik haben; zusammen mit einem permanenten automatischen Selbsttest wird so sichergestellt, dass die Türen den Fluchtweg auch bei Stromausfall zuverlässig freigeben.
  • Maßnahmen gegen Missbrauch und Vandalismus. Eine Kameraüberwachung gilt als unerlässlich. Werden die Bilder (Video-Bildübertragung) zu einer Wachzentrale (Notruf- und Serviceleitstelle (NSL)) übertragen, kann von dort aus sofort eine Intervention veranlasst werden. Eine Sprechverbindung mit Lautsprecher im Foyer ermöglicht eine Einwirkung auf unerwünschte Schlafgäste oder "Vandalen". Bewährt haben sich auch zeitweise Bewachung oder häufige Streifen. Im Winter wird zurückhaltendes Heizen im Foyer empfohlen.
  • Beweissicherung. Im Geldautomaten (KBA) können zum Zwecke der Beweissicherung zwei Kameras installiert werden. Eine nimmt den Kunden auf, die zweite beobachtet, ob das Geld aus der Ausgabe entnommen wird. Die Bilder werden im Idealfall zusammen mit den Zutrittskontrolldaten gespeichert. Dafür stehen Langzeitrekorder oder digitale Bildspeicher zur Verfügung. Die Speicherung erspart allen Beteiligten einen Streit darüber, wer Geld abgehoben hat und ob das Geld entnommen wurde. Wichtig ist eine Sychronisation der Uhren in der Zutrittssteuerung und dem Videoaufzeichnungsgerät. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist deutlich auf die Kameraüberwachung hinzuweisen. Die Kameras sollten keine öffentlichen Bereiche außerhalb des Bankgebäudes erfassen.
  • Kundenschutz. Bei der Planung ist zu beachten, dass der Kunde möglichst sicher feststellen kann, dass ihm außerhalb des Foyers niemand auflauert, während es einem Angreifer umgekehrt möglichst erschwert werden soll, den Kunden zu beobachten. Eine Alarmierungsmöglichkeit im Foyer - gegebenenfalls mit Sprechverbindung zur Wachzentrale - kann ebenfalls dazu beitragen, dass Kunden sich sicher fühlen.
  • Verfügbarkeit. Ein funktionierendes Störmeldesystem sichert die schnelle Wiederverfügbarkeit der SB-Geräte. Zum Teil verarbeiten Anbieter von Bankensicherheits-Technik oder Geldtransportunternehmen Störmeldungen in eigenen Meldezentralen.


Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 26. Juli 2014 um 17:52 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Katharina Geutebrück und Admin.

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