Elektronische Aufenthaltstitel

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Der elektronische Aufenthaltstitel (eAT) ist das Pendant zum neuen Personalausweis (nPa). Der eAT mit zertifiziertem Chip wird nach derzeitiger Planung ab 1. September 2011 eingeführt.

Die Einführung des eAT erfolgt auf Grundlage der EU -Verordnungen Nummer 1030/2002[1][2] und Nummer 380/2008[3].

Ähnliche wie beim neuen Personalausweis (nPa) soll die Nutzung biometrischer Daten ermöglicht und damit die Erhöhung der Sicherheit und der Schutz vor missbräuchlicher Nutzung gefördert werden. Daneben ist es das Ziel, die Gestaltung der Aufenthaltstitel der Europäischen Union zu vereinheitlichen.

Funktion

Der eAT ist ein Sichtausweis. Aufgedruckt sind Name, Vornamen, Familienname, Lichtbild und Anschrift. Außerdem enthält er einen Chip, der die biometrischen Daten, Fingerabdrücke und eventuell vorhandene Nebenbestimmungen (Auflagen) enthält. Der Inhaber kann sich mit Hilfe einer 6-stelligen Geheimnummer (PIN) im Internet oder auch an Automaten ausweisen. Die elektronische Identifikation-Funktion (eID) kann nur dort, wo sie angeboten wird, genutzt werden. Auch die Erledigung von Online-Behördengänge soll ermöglicht werden.

Zur Zeit gibt es noch wenige Angebote. Durch die Einführung des eAT bis 2021 soll die gesamte Wohnbevölkerung Deutschlands erreicht werden.

Der eAT ist für die qualifizierte elektronische Signatur (QES) vorbereitet.


Sicherheitsüberlegungen

Da beim eAT die gleichen Komponenten wie beim neuen Personalausweis (nPa) genutzt werden, bestehen die gleichen Sicherheitsüberlegungen und -bedenken.


Weblinks

BAMF Der elektronische Aufenthaltstitel

Focus Online 18.09.2010 dpa Millionen Ausländer müssen Fingerabdrücke abgeben

Heise Online 03.03.2011 CeBIT Offene Fragen bei elektronischer Aufenthaltserlaubnis

Liste der Anwendungen der Online-Ausweis- oder der Unterschriftsfunktion

BSI - Übersicht elektronische Ausweise


Einzelnachweis

  1. Verordnung (EG) Nr. 1030/2002 vom 13. Juni 2002 zur einheitlichen Gestaltung des Aufenthaltstitels für Drittstaatenangehörige
  2. Geänderter Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1030/2002 zur einheitlichen Gestaltung des Aufenthaltstitels für Drittstaatenangehörige (gemäβ Artikel 250, Absatz 2 des EG-Vertrages von der Kommission vorgelegt)
  3. Verordnung (EG) Nr. 380/2008 des Rates vom 18. April 2008 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1030/2002 zur einheitlichen Gestaltung des Aufenthaltstitels für Drittstaatenangehörige Amtsblatt Nr. L 115 vom 29/04/2008 S. 0001 - 0007


Siehe übergeordnete Stichworte


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 23. September 2014 um 13:56 Uhr von Oliver Wege geändert. Basierend auf der Arbeit von Lutz Martiny und Markus Albert.

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