Einscheiben-Sicherheitsglas

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Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) ist eine thermisch vorgespannte Scheibe. Dabei wird Flachglas aus Float- oder Gussglas auf ca. 670ºC erhitzt. Durch nachfolgende schnelle Abkühlung der beiden Oberflächen wird in den Oberflächen eine Druckspannung und im Kern eine ausgleichende Zugspannung geschaffen.

Einscheiben-Sicherheitsglas: Herstellungsverfahren

Diese Spannungsverteilung erhöht die Biegefestigkeit des Einscheiben-Sicherheitsglases. Die Oberflächendruckspannung kann nur durch stärkste mechanische Belastung oder tiefe Beschädigung überwunden werden. Bei Bruch zerfällt die Scheibe in stumpfkantige, kleine Bruchstücke. Vorzüge des Einscheiben-Sicherheitsglases sind erhöhte Schlag- und Biegefestigkeit sowie die kleinen Krümel gegenüber scharfen und spitzen Splittern bei Floatglas.

Einscheiben-Sicherheitsglas wird verwendet für Ganzglasanlagen, Türen sowie in Vitrinen, als Fahrzeugverglasungen und ähnliches. Es hat für sich allein keine einbruchhemmende Wirkung. ESG kann jedoch zu Verbundsicherheitsglas verarbeitet werden. Bei der Beschädigung einer Scheibe hält die zweite Scheibe mittels der PVB-Folie die Krümel zusammen, so dass kein weiterer Schaden entsteht und die Öffnung verschlossen bleibt - aber nur, wenn das Glas im Rahmen oder in einer Konstruktion festgehalten wird. VSG und Rahmen bilden mit den das Glas haltenden Elementen eine Einheit.

Ein ähnlicher Effekt kann durch ganzflächige nachträgliche Beschichtung mit einer farblosen Sicherheitsfolie erzielt werden. Die Lichtdurchlässigkeit entspricht einem normalen Floatglas. Die Temperatur-Wechselbeständigkeit beträgt ca. 200 K. Einscheiben-Sicherheitsglas kann in Dicken ab 4 mm hergestellt werden.


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Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 9. Februar 2014 um 08:45 Uhr von Peter Fasold geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin, Dieter Balkow und Christoph Schmalt.

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