EUROPOL

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Das europäische Polizeibüro Europol sitzt in Den Hag, Niederlande, und ist verantwortlich für die Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden auf EU-Ebene, die Stärkung der Maßnahmen von Mitgliedstaaten bei der Prävention und Bekämpfung organisierter Kriminalität (Drogenhandel, Schleuserkriminalität, Menschenhandel, Kinderpornografie, illegaler Kraftfahrzeughandel, Geldwäsche, Euro-Fälschungen), des Terrorismus und anderer Formen der schweren Kriminalität, welche zwei oder mehr Mitgliedstaaten betreffen (Beschluss des Rates 2009/371/JI). Europol arbeitet auch mit Nicht-EU-Ländern wie den USA, Kanada, Australien und Norwegen eng zusammen. Die Behörde wurde in den 90er-Jahren geschaffen und agiert seit 2010 als Agentur der Europäischen Union.

Kooperation und Fachwissen

Ein Teil der bei Europol beschäftigten 900 Bediensteten wird von den Strafverfolgungsbehörden der einzelnen Mitgliedstaaten, unter anderem Polizei-, Einwanderungs-, und Zollbehörden, entsandt. Die Bediensteten dürfen keine Personen festnehmen oder Ermittlungen in den Mitgliedstaaten durchführen.

Europol erleichtert den Informationsaustausch zwischen den EU-Mitgliedstaaten und unterstützt diese durch die Bereitstellung von Analysen, Fachwissen und Schulungen sowie die Beurteilung von Bedrohungslagen. Auf dieser Basis können die Mitgliedstaaten pro Jahr rund 18 000 grenzüberschreitende Ermittlungen durchführen. Das Europäische Polizeiamt verfügt zudem über Datenbanken und Kommunikationskanäle auf dem neuesten Stand der Technik. Informationen können so rasch und sicher gespeichert, gesucht, aufgerufen und miteinander verknüpft werden.

Europol betreibt das Europäische Cyberkriminalitäts-Zentrum EC3 (European Cybercrime Centre), Es ist der zentrale Punkt der EU im Kampf gegen Cyberkriminalität. EC3 unterstützt die Mitgliedstaaten und Institutionen der Europäischen Union beim Aufbau von operativen und analytischen Kapazitäten für Ermittlungen und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern im Bereich der Internetkriminalität. Die spezifischen Bereiche des Mandats sind (Online-)Betrug im Zahlungsverkehr, sexuelle Ausbeutung von Kindern im Cyberspace und Straftaten zum Nachteil kritischer Infrastrukturen und Informationssysteme in der Europäischen Union.

Wie im Sommer 2015 bekannt gegeben wurde, soll ein europäisches Cyperpolice-Team unter der Koordination von Europol, ermitteln und aufspüren, wie der "Islamische Staat" (IS) in den sozialen Medien kommuniziert. Der IS nutzt Social-Media zur Anwerbung und Radikalisierung[1].

Anfang 2016 wurde zudem bei Europol das Europäische Zentrum für Terrorismusbekämpfung (ECTC) eingerichtet[2].


Einzelnachweis

  1. Pressemeldung: Europol unterstützt EU-Mitgliedstaaten im Kampf gegen das internationale Verbrechen
  2. BMI-Publikation "Geplante Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in Deutschland" vom 11. August 2016


Anschrift:

Europol
Eisenhowerlaan 73
2517 KK The Hague
(P.O. Box 908 50, 2509 LW The Hague)
The Netherlands
Tel.: + 31 70 302 5000
Fax: + 31 70 345 5896
Internet: https://www.europol.europa.eu


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 24. August 2016 um 12:35 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Oliver Wege.

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