E-Portfolio

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Bei einem E-Portfolio handelt es sich um eine Ausprägung der Portfolio-Arbeit. Diese besteht bereits seit langer Zeit und wird in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel in der Hochschullehre. Charakteristisch für ein Portfolio ist die Sammlung von Inhalten zu einem bestimmten Themenfeld. Die Erkenntnisse bzw. Lerneffekte, welche sich im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Thema ergeben, werden zusätzlich zu den Inhalten im Portfolio dokumentiert.

Ausprägungen

Portfolios werden zum einen nach ihrem Verwendungszweck und zum anderen nach der Art des Mediums unterschieden. Werden digitale Hilfsmittel zur Erstellung und Verwaltung eingesetzt, spricht man von einem E-Portfolio.

Ein E-Portfolio ist eine Art persönliche Website. Notwendig zu deren Erstellung ist eine Software, welche zumindest die Möglichkeiten bietet Content einzustellen und Inhalte zu kommentieren. Auf dem Markt gibt es spezielle E-Portfolio-Software (u.a. OpenSource).Eine solche ist allerdings nicht zwingend notwendig, denn häufig bieten Wissensmanagement-Systeme ebenfalls die notwendigen Funktionen.

Bei der Erstellung gestalten die Anwender ihre E-Portfolios im Rahmen gewisser Vorgaben selbst, indem sie Inhalte zu bestimmten Themen, zum Beispiel Text- oder Videodateien, auf die Website hochladen. Erkenntnisse und Lerneffekte werden in einem Blog auf der gleichen Website dokumentiert.

Einsatz im Sicherheitsbereich

E-Portfolios können ein Hilfsmittel darstellen Mitarbeitende in Bezug auf das Thema Informationssicherheit zu sensibilisieren, indem diese als Prüfungsportfolio eingesetzt werden. Zu diesem Zweck sollte jedem Mitarbeitenden ein E-Portfolio zur Verfügung gestellt werden. Darin können zu bestimmten Themen, z.B. Social Engineering, Lernziele und zu bearbeitende Aufgaben vorgegeben werden. Die Auswahl der Themen sollte der Informationssicherheitspolitik des Unternehmens entsprechen. Die Mitarbeitenden sollen sich eigenständig mit den vorgegebenen Themen beschäftigen, indem im E-Portfolio passende Lerninhalte zusammengestellt und der eigene Lernprozess reflektiert werden. Die Beurteilung, ob die Aufgaben ausreichend erfüllt und das Lernziel erreicht wurden, ist durch einen Verantwortlichen zu prüfen. Durch den Einsatz von E-Portfolios wird anstatt einer reinen Wissensvermittlung, der Aufbau von Kompetenz in dem entsprechenden Themenbereich angestrebt.

Vorteile von E-Portfolios[1]:

  • Das Konzept der Portfolioarbeit fördert selbst organisiertes Lernen.
  • Der Anwender setzt sich eigenständig mit einem Thema auseinander
  • Die gesammelten Inhalte können im E-Portfolio einfach verwaltet werden.
  • Zugriffsrechte auf E-Portfolios können gezielt vergeben werden.
  • Social-Software-Technologien können in E-Portfolios eingebunden werden.

Nachteile von E-Portfolios[1]

  • Für den Einsatz von E-Portfolios sind das entsprechende Knowhow und Ressourcen notwendig.
  • E-Portfolios erfordern auch nach der Einführung eine regelmäßige Betreuung.
  • Schulungsmaßnahmen zur reflexiven Arbeitsweise können notwendig sein.
  • Die Erstellung eines eigenen E-Portfolios erfordert einen hohen Arbeits- und Zeitaufwand.
  • Die Beurteilung der fertiggestellten E-Portfolios erfordert einen hohen Arbeits- und Zeitaufwand.
  • Die Beurteilung von E-Portfolios kann den Anschein einer subjektiven Bewertung aufweisen.


Einzelnachweis

  1. 1,0 1,1 Sandra Schaffert und Marco Kalz, „Persönliche Lernumgebungen: Grundlagen, Möglichkeiten und Herausforderungen eines neuen Konzepts“, in Handbuch E-Learning, Hrsg. K. Wilbers und A. Hohenstein. (Köln: Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), 2009), 1-24


Weblinks


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 29. August 2016 um 20:19 Uhr von Susanne Keck geändert.

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