Digital Rights Managment

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Mit Digital Rights Managment (DRM) werden entsprechende Verfahren bezeichnet, die " technische Lösungen zur sicheren zugangs- und nutzungskontrollierten Distribution, Abrechnung und Verwaltung von digitalem und physischem Content" [1] darstellen.

Technisch gesehen kommen meist kryptografische Verfahren und Digitale Signaturen (Digitales Wasserzeichen) zum Einsatz. Vorreiter waren die großen Musikverlage (hier ist die Anwendung allerdings gescheitert) und die Film- bzw. Video-Industrie.

Weiterführende Einsatz

Mittlerweile finden DRMs in vielen anderen Bereichen Anwendung, zum Beispiel in Unternehmen, um Dokumente zu schützen oder bei der Ausleihe von elektronischen Medien in Büchereien.

Das DRM in Bibliotheken sorgt dafür, dass die Medien in einer „Onleihe“ nicht beliebig kopierbar sind. Wie bei einem Buch kann ein Medium jeweils nur von einer Person gleichzeitig genutzt werden.

Weitere Beispiele von DRMs können sich auch auf die Verwendung von „Hardware“ beziehen. So wurde bereits versucht, Druckerpatronen zu schützen, so das ein Nachfüllen nicht möglich ist oder Kaffeemaschinen nur mit Originalkapseln betrieben werden können.

Microsoft hat im März 2015 ein neues Digital Rights Management namens Play Ready 3.0 vorgestellt. Play Ready soll 4K-Filme schützen und Microsoft kooperiert bei der Entwicklung mit verschiedenen Hollywoodstudios.


Nationale Gesetze

In Deutschland steht die Umgehung von wirksamen Schutzmechanismen unter Freiheitsstrafe oder wird mit einer Geldstrafe belegt (UrhG). Eine Umgehung zum Erstellen einer privaten Sicherungskopie kann Rahmen des Urheberrechts straffrei sein. Grundsätzlich kann in diesem Sinne daher bei Computerprogrammen eine Kopiersperre zwar umgangen werden, jedoch ist eine Vervielfältigung nur mit Zustimmung des Rechtsinhabers zulässig.

In den USA regelt der Digital Millennium Copyright Act (DMCA) unter Androhung von Geldstrafen und/oder Freiheitsentzug je festgestelltem Einzelfall den Umgang mit DRM-Systemen.


DRM in Unternehmen und Behörden

"Einfache" DRM-Lösungen, die sich in die Verzeichnisstruktur eines Unternehmens oder einer Behörde integrieren lassen werden zunehmend interessanter. Wichtige Informationen können durch den Einsatz eines DRM geschützt werden. Angreifer, die es bis innerhalb des Unternehmens oder der Behörde geschafft haben, können trotzdem kein Kapital aus den erbeuten Informationen ziehen. Problematisch dabei ist, dass die verwendeten Techniken keine offenen Standards sind.


Weblinks


Literatur

  1. Gerald Fränkl, Philipp Karpf: Digital Rights Management Systeme – Einführung, Technologien, Recht, Ökonomie und Marktanalyse. München.


Siehe übergeordnete Stichworte


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 9. Oktober 2015 um 17:03 Uhr von Oliver Wege geändert. Basierend auf der Arbeit von Markus Albert.

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