Deposit-System

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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System aus einer Aufnahmeeinheit und einer Einwurfeinheit und gegebenenfalls einem Fallschacht, der diese verbindet. Die Kassetten gelangen durch den Fallschacht in einen Wertschutzraum oder Kassettenaufnahmeschrank (Wertschutzschrank).

Anforderungen

Das Deposit-System ist Bestandteil der Kundendiensteinrichtungen von Kreditinstituten, wo es zum Teil noch als Tag-Nacht-Tresoranlage bezeichnet wird. Es erfordert einen hohen mechanischen Schutz im Rahmen eines angemessenen Sicherheitssystems. Der Kassettenaufnahmeschrank (Aufnahmeeinheit) muss, sofern er nicht im Wertschutzraum steht, ein Wertschutzschrank nach EN 1143-1 sein .


Konstruktionsmerkmale:

  • Einwurfvorrichtung mit Tür, Klappe, Einwurftrommel oder Schieber für die Deposits (Geldkassetten).
  • Hinter der Einwurfvorrichtung eingebaute Rückholsperre, die das "Fischen" von eingeworfenen Deposits verhindert.
  • Die Einwurfvorrichtung mündet direkt in eine Aufnahmeeinheit (Wertschutzschrank) bzw. ist mit der Aufnahmeeinheit durch einen Fallschacht verbunden.
  • Protokoll- und /oder Quittungsdrucker werden als Optionen angeboten.

Der Kassettenaufnahmeschrank als Aufnahmeeinheit kann im Innern ausgepolstert sein und verfügt - sofern notwendig - über eine Fallbremse, damit die Deposits nicht beschädigt werden. Je nach System können die Benutzer der Anlage mit oder ohne Kontrollmünzen eine oder mehrere leere Kassetten entnehmen. Für Deutschland schreibt die DGUV Vorschrift 25 (früher BGV C9 / GUV-V C9 bzw. UVV "Kassen") im Hinblick auf den Überfallschutz vor, dass die Vorderfronten an übersichtlichen Standorten mit gut ausgeleuchtetem Umfeld liegen. Während der Entsorgung durch Bankmitarbeiter darf der Arbeitsbereich nicht öffentlich zugänglich und ein Einblick von außen nicht möglich sein.


Zertifizierung

Deposit-Systeme werden nach EN 1143-2 typgeprüft und von der European Certification Body (ECB) nach dieser Europäischen Norm zertifiziert. Auch VdS prüft und zertifiziert Deposit-Systeme Die EN 1143-2 beinhaltet einen Systemtest, der auf der Basisnorm EN 1143-1 aufgebaut ist. Der Wertschutzschrank bzw. Wertschutzraum wird nach dieser Basisnorm geprüft. Darüber hinaus wird das System einschließlich des vorgesehenen Gerätes entsprechend der geplanten Nutzung getestet. In dem Systemtest wird somit nicht nur die Wandung oder die Tür untersucht (Teildurchbruch), sondern es wird an dem Gesamtgerät einschließlich dem Wertschutzschrank bzw. Wertschutzraum und der eingebauten Funktionsmechanismen geprüft, ob die zur Aufbewahrung bestimmten Einlagen (Deposits) entnommen werden können.

Die EN 1143-2 definiert zwei Arten von Deposit-Systemen:

  • Nachttresore, die den Kunden von Kreditinstituten zur Aufnahme von Deposits zur Verfügung stehen, und
  • Deposit-Safes, die Angestellten eines Unternehmens zur sicheren Verwahrung von Geld und/oder Werten zur Verfügung stehen.


Weitere Informationen

Informationen über Deposit-Systeme nach EN 1143-2 und die ECB·S-Zertifizierung erteilt die European Certification Body (ECB)
Lyoner Straße 18
60528 Frankfurt
Tel. +49 69 6603-1451
Fax +49 69 6603-1675
E-Mail: info@ecb-s.com
Internet: http://www.ecb-s.com


Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 27. Juli 2014 um 17:11 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Kristian Hess, Admin und Josef Reingen.

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