Datex-P / X.25 / X.31

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Der Dienst Datex-P der Telekom oder privat betriebene X.25-Netze sind tauglich, Gefahrenmeldungen zu übertragen. Datex-P ist ein paketvermitteltes Datennetz nach dem CCITT X.25 Standard und stellt den Übertragungsweg zur Verfügung. Durch spezielle Geräte werden die Gefahrenmeldungen als Daten eines Datenendgerätes auf das Netz gegeben und zur Leitstelle/Notrufzentrale geleitet.

Leistungsspektrum

Damit eine Übertragungsgüte ähnlich der einer Festverbindung erreicht wird, werden die Datex-P/X.25 Leistungsmerkmale PVC oder S PVC eingesetzt (siehe unten). Somit bietet sich der Einsatz des Übertragungsweges X.25 immer dann an, wenn dieser Dienst bereits für andere Anwendungen eingesetzt wird.

Weiteres Leistungsspektrum:

  • hohe Kriterienanzahl/Meldungsarten
  • serielle Datenschnittstelle zur GMA
  • Fernwirken
  • schnelle Meldungsübertragung ca. 200 msec.

VdS akzeptiert dieses Übertragungsverfahren.


Varianten

Es gibt drei Möglichkeiten, die paketvermittelten Daten zu übertragen:

  • Permanent virtual circuit (PVC):

Dem Benutzer steht zur Übermittlung von Daten ein fester Übertragungsweg über feststehende Netzknoten zur Verfügung. Dieser feste Übertragungsweg wird nur von ihm genutzt. Sollte dieser Übertragungsweg gestört sein, kann er seine Daten nicht mehr übertragen.

  • Switched virtual circuit (SVC):

Die paketvermittelten Daten haben keinen festen Übertragungsweg. Sie werden von einem Netzknoten zum nächsten freien Netzknoten weitergeleitet. Im Gegensatz zu PVC wird bei SVC die Datenverbindung im Bedarfsfall aufgebaut und anschließend wieder abgebaut. Störungen während einer Datenübertragung im Netz führen zum automatischen Routen, d.h. zur Alternativwegübertragung.

  • Switched permanent virtual circuit (SPVC):

Diese dritte Übertragungsmöglichkeit ist eine Kombination aus den beiden erstgenannten. Über SVC wird ein Übertragungsweg aufgebaut. Dieser wird dann aber nicht mehr abgebaut, so dass fortan eine PVC vorhanden ist. Sowohl die ständige virtuelle Verbindung als auch das Routing sind wichtige Voraussetzungen für die Übertragung von Gefahrenmeldungen.


X.31

Mit X.25 vergleichbare Übertragungssicherheit bietet die X.31 Verbindung. Dabei wird die Verfügbarkeit eines virtuellen, "ständig geschalteten" Kanals im Datex-P-Dienst ausgewertet. Die "letzte Meile" zum Anschlussnehmer wird über das ISDN realisiert. Am ISDN S0-Basisanschluss steht neben den beiden Nutzkanälen (B-Kanäle) für Sprach- bzw. Datenübertragung auch ein D-Kanal für Steuerungsaufgaben zur Verfügung. Freie Übertragungskapazitäten im D-Kanal (bis zu 9600 bps) können für die Datenübertragung der Gefahrenmeldungen genutzt werden. (zu weiteren Alternativen siehe auch Notrufzentrale).


Siehe übergeordnete Stichworte


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 8. Juni 2012 um 12:07 Uhr von Oliver Wege geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Bernd Schirrmann.

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