Datenträgerlagerung, extern

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Ein "externes Datenträgerarchiv" bietet die Möglichkeit zur Aufbewahrung von magnetischen und/oder optischen Datenträgern sowie Microfilmen und Microfiches und gewährleistet den Schutz der Datenträger vor Feuer, Wasser, korrosiven Brandgasen, Sabotage und Diebstahl. "Extern" bedeutet in diesem Zusammenhang "außerhalb des Firmengeländes".

Seit etwa 1989 wird externe Datenträgerarchivierung in Deutschland als Dienstleistung vorzugsweise von hochqualifizierten Spezialunternehmen angeboten.

Anforderungen an das Unternehmen

  • Es muss mit sicherheitsrelevanten Problemen und deren Lösung vertraut sein.
  • Es sollte als Anbieter von IT-Security-Dienstleistungen einen anerkannt guten Ruf haben.
  • Es muss in der Lage sein, kompetente und vertrauenswürdige Ansprechpartner zu benennen, d.h. Mitarbeiter, die auf diese Dienstleistung spezialisiert sind.

Anforderungen an die Bausubstanz

Voraussetzung ist eine stabile Bauweise der Außenhaut (d.h. Decken, Böden und Wände mindestens 20 cm Stahlbeton).

Ist das Datenträgerarchiv als Datensicherungsraum ausgebaut, muss es die ECB·S-Zertifizierungsmarke (Zertifizierungsmarke) EN 1047-2 der Güteklasse R 60 D haben.

Anforderungen an Räume und Behältnisse

Werden die Datenträger in Datensicherungsschränken gelagert, müssen diese den ECB·S-Zertifizierungsmarke (Zertifizierungsmarke) EN 1047-1 der z.Zt. höchsten Güteklasse S 120 DIS haben. Diese Art der Datenträgerlagerung ist sicherer als die Datenträgerlagerung im Datensicherungsraum.

Weitere empfehlenswerte Sicherheitsmaßnahmen

  • Klimaanlage mit Luftfeuchtigkeitsregulierung,
  • automatische Brandmeldeanlage mit Aufschaltung zu einer ständig besetzten Stelle,
  • unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) und Notstromdiesel,
  • Videoüberwachung und
  • Zutrittskontrolle.

Verschlusssachen

Gegebenenfalls benötigt das Datenträgerarchiv die Anerkennung für Verschlusssachen durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi).

Hol- und Bringservice

Die Anforderung von Datenträgern außerhalb der vereinbarten Handlingzeiten muss rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr möglich sein. Die Lieferung der Datenträger muss durch den dienstleistereigenen gesicherten Hol- und Bringdienst (Datenträgerkurier) innerhalb von maximal einer Stunde ab geklärter und authentifizierter Anforderung erfolgen.


Siehe übergeordnete Stichworte

Siehe auch





Diese Seite wurde zuletzt am 4. Juni 2012 um 06:59 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Oliver Wege, Admin und Roland Horstkotte.

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