DGUV

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Mitglieder des Dachverbandes "Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung" (DGUV) sind die gewerblichen Berufsgenossenschaften und die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand. Die gewerblichen Berufsgenossenschaften sind nach Branchen gegliedert. Die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand gliederten sich in 20 Unfallkassen und Gemeindeunfallversicherungsverbände, vier Feuerwehr-Unfallkassen sowie die bundesweit zuständigen Träger Eisenbahn-Unfallkasse, die Unfallkasse Post und Telekom und die Unfallkasse des Bundes. Sowohl bei den Berufsgenossenschaften als auch bei den UV-Trägern der öffentlichen Hand hat sich durch Fusionen die Zahl immer mehr verringert. Die DGUV ist regional in sechs Landesverbände gegliedert.


Gliederung des Regelwerks

Für die betriebliche Sicherheit sind die gesetzlichen Unfallversicherer von besonderer Bedeutung durch einige Unfallverhütungsvorschriften, die kriminelle Angriffe verhindern sollen (DGUV Vorschrift 25 (früher BGV C9 / GUV-V C9 bzw. UVV "Kassen") , DGUV Vorschrift 20 (früher BGV C3 bzw. UVV Spielhallen und DGUV Vorschrift 23 (früher BGV C7 / GUV-V C7 bzw. UVV "Wach- und Sicherungsdienste")), sowie durch den Arbeitskreis Feuerschutz im Fachausschuss Nahrungs- und Genussmittel bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV)

Während DGUV Vorschriften für die Mitgliedsunternehmen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger und für die Versicherten unmittelbar verbindlich sind, haben die DGUV Regeln den Charakter von Empfehlungen und konkreten Hilfestellungen für die Erfüllung der abstrakt formulierten staatlichen Arbeitsschutzvorschriften und/oder UVVen.

DGUV Informationen enthalten ebenfalls unverbindliche Hilfestellungen und Empfehlungen für bestimmte Branchen, Tätigkeiten und Zielgruppen. Sie werden nicht in dem für Regeln geltenden formalisierten Verfahren erarbeitet, sondern können z.B. von jedem Unfallversicherungsträger individuell herausgegeben werden.

DGUV Grundsätze enthalten Maßstäbe für bestimmte Verfahrensfragen, z.B. zur einheitlichen Durchführung von Prüfungen. Sofern Grundsätze von der Mitgliederversammlung der DGUV beschlossen worden sind, sind sie nach Vereinsrecht für die UV-Träger als Mitglieder der DGUV verbindlich.[1]


Nummerierung

Für die Nummerierung der DGUV Vor­schriften genügt der übersichtliche Zah­lenbereich von 1 bis 99. Für DGUV Regeln ist der Zahlenbereich von 100 aufwärts reserviert, für Informationen der Zahlen­bereich ab 200 aufwärts und für Grund­sätze ab 300 aufwärts.

Da die Anzahl der Regeln und Informati­onen zurzeit jeweils deutlich größer als 100 ist, benötigt man zusätzliche Ziffern. Diese werden nach einem Bindestrich an­ gefügt, also

  • DGUV Vorschriften: xxx
  • DGUV Regeln: 100-xxx
  • DGUV Informationen: 200-xxx
  • DGUV Grundsätze: 300-xxx

Dabei kann xxx eine Zahl zwischen 001 und 999 bedeuten.[2]

Arbeitsstättenregeln

Im Gefolge des Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Unfallversicherung (Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz - UVMG) von 2008 und der darauf beruhenden "Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA)" wurde das Verhältnis von staatlichen Arbeitsschutzvorschriften und den Regeln der Gesetzlichen Unfallversicherer neu geordnet. In einem Leitlinienpapier zur Neuordnung des Vorschriften- und Regelwerks im Arbeitsschutz wird der Weg zu Arbeitsstättenregeln (ASR) beschrieben, die unter Beteiligung der Gesetzlichen Unfallversicherer zustandekommen und deren bisherige Regelungen zu einem großen Teil abgelöst haben oder ablösen werden.


Einzelnachweis

  1. Marcus Hussing in KANBrief 1/12 (Publikation der Kommission Arbeitsschutz und Normung)
  2. Stefan Dreller in DGUV Forum 4/13


Anschrift:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Mittelstraße 51
10117 Berlin-Mitte
Tel.: +49 30 288763800
Fax: 030 288763808
E-Mail: info@dguv.de
Internet: http://www.dguv.de


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 5. Februar 2016 um 12:44 Uhr von Thomas Lowien geändert. Basierend auf der Arbeit von Peter Hohl, Admin und Markus Albert.

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