Cash-Trapping

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Trapping (engl., sinngemäß Fangen) bezeichnet die Methode, bei der Täter die Geldausgabeöffnung an Geldautomaten manipulieren, indem sie eine nachgefertigte Blende einsetzen. Diese Blende wird unter Verwendung von doppelseitigem Klebeband vor dem Original-Geldausgabeschacht des Geldautomaten installiert. Bei einer vom Kunden vorgenommen Bargeldverfügung erhält dieser scheinbar keine Banknoten. Tatsächlich stellt der Geldautomat die Banknoten effektiv bereit, was jedoch durch die manipulierte Blende für den Kunden nicht erkennbar ist.

Da die Banknoten vom Kunden nicht entnommen werden (können), löst der Geldautomat automatisch nach einiger Zeit die Einziehung der Banknoten aus, um sie einem speziellen Geldfach zuzuführen (rechtlich kein vollständig abgeschlossener Bargeld-Verfügungsvorgang). Durch das installierte doppelseitige Klebeband in der präparierten Blende bleiben jedoch einige Banknoten hängen. Diese werden von den Tätern – nachdem der Kunde den Geldautomaten verlassen hat – entnommen. Die Täter sind somit in Sichtnähe, um sofort handeln zu können.

Konkrete Fälle

Im Herbst 2015 hob die Polizei eine rumänische Tätergruppe aus, der in kurzer Zeit rund 100 Fälle dieser Art bundesweit, insbesondere im Saarland, in Rheinland Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg zur Last gelegt wurden[1]


Einzelnachweis

  1. SecuPedia Aktuell: „Cash Trapping": Bundesweite Manipulation von Geldautomaten


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 14. Oktober 2015 um 15:53 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Rainer Hannich.

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