CE-Kennzeichnung

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CE-Zeichen

Mit dem europäischen Binnenmarkt verbunden ist ein einheitliches Konformitätszeichen, die CE-Kennzeichnung, die überall dort Anwendung findet, wo Prüfungen und Zertifizierungen aufgrund von Gemeinschaftsaufgaben erforderlich sind (sogenannter gesetzlich geregelter Bereich).
Das CE-Kennzeichen ist ein Verwaltungszeichen, also eine Art Reisepass für Konsum- und Industriegüter. Es ist in erster Linie für die Marktinspektoren in den EG-Mitgliedstaaten (in Deutschland z.B. die Gewerbe- und Bauaufsicht) geschaffen worden und beansprucht nicht, ein Qualitäts-, Sicherheits- oder Umweltschutzzeichen zu sein. Es sagt lediglich aus, dass überall dort, wo Gemeinschaftsregelwerke innerhalb der EG vorhanden sind, eine Übereinstimmung gegeben ist. Das Anbringen zusätzlicher Zeichen (z.B. VdS-Emblem) ist daher auch weiterhin möglich. Die CE-Kennzeichnung ist für alle Sprachgebiete einheitlich.

Bedeutung der Kennzeichnung

Sie sagt aus, dass die damit gekennzeichneten Produkte die für das Produkt relevanten Anforderungen erfüllen und dass die einschlägigen Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt wurden. Fällt ein Produkt unter mehrere Richtlinien, so bedeutet das Zeichen die Übereinstimmung mit allen diesen Richtlinien.


Voraussetzung der CE-Kennzeichnung

Voraussetzung einer CE-Kennzeichnung sind ein Konformitätsbewertungsverfahren und die Erstellung einer Konformitätserklärung. Die Grundlage hierfür ist der Beschluss 768/2008/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 09. Juli 2008. Inhalt dieses Beschlusses ist der gemeinsame Rechtsrahmen für die Vermarktung von Produkten und die Aufhebung des Beschlusses 93/465/EWG des Rates.
Die konkrete Form des Bewertungsverfahren wird in den einzelnen EG-Richtlinien von Fall zu Fall festgelegt mit dem Ziel, die damit verbundenen Kosten für den Hersteller so gering wie möglich zu halten sowie ihm mehrere Möglichkeiten der Bewertung einzuräumen. Ferner soll die Art (z.B. Herstellerprüfung oder Bewertung durch eine unabhängige Stelle) in einer angemessenen Relation zu den Risiken und Gefahren stehen, die der Anwendung des Produktes zugrundeliegen. Sogenannte unabhängige Prüfstellen müssen auf der Basis der Normenreihe DIN EN 45000 ff bzw. der internationalen Folgenorm DIN EN ISO/IEC 17025:2005-08 und Berichtigung 2:2007-05 akkreditiert sein. Sie werden von den EG-Mitgliedstaaten benannt und im Amtsblatt der EG als sogenannte "notified bodies" veröffentlicht.



Diese Seite wurde zuletzt am 15. Januar 2016 um 09:23 Uhr von Thomas Lowien geändert. Basierend auf der Arbeit von Peter Hohl, Joëlle Pohlai, Admin und Reinhard Conrads.

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